Und sie haben wieder einmal geliefert

Erst klingelte es um den Hals von Thomas Steu und Jonas Müller, dann verlor Letzterer die Haare . . .
Cortina d’Ampezzo Mit vier Medaillen in fünf Olympiabewerben hat Österreichs Rodelverband eine wie erwartet starke Performance im Eiskanal von Cortina abgeliefert. Silber in der Teamstaffel steht auch für den starken Zusammenhalt der Athletinnen und Athleten und ihres Betreuerstabs. Gesprochen wird von hart erkämpften Medaillen und Gold außer Reichweite. Georg Hackl, der Trainer für Fahr- und Schlittentechnik, wird nach der Saison in Pension gehen. Insgesamt gilt es, die Zukunft zu sichern.
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Bei fünf der sechs Teamstaffel-Mitglieder klingelt es sogar um den Hals. Einsitzer Jonas Müller und die Doppelsitzer Thomas Steu/Wolfgang Kindl gewannen auch in ihrer Spezialdisziplin Silber sowie Selina Egle/Lara Kipp Bronze. Lisa Schulte wurde mit dem Gemeinschaftserfolg über die Enttäuschung im Einsitzer (Siebente) hinweggetröstet.
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Zwei Medaillen machten den Bludenzer Müller “megahappy”, er sei stolz, in der Staffel dabei gewesen zu sein. “Diese Medaille ordne ich ganz oben ein, mit einem Vorarlberger Teamkollegen ist es noch einmal was ganz Besonderes. Wir gehen den Weg seit Ewigkeiten zusammen, das ist brutal schön, auch für unsere Heimatstadt”, sagte Steu, der seine Geburtstagswoche mit zwei Medaillen krönte und am späteren Abend Teamkollege Müller auf der Bühne die Haare wegrasierte. Jeder habe einen guten Lauf gehabt, aber die Deutschen seien einfach unschlagbar gewesen, meinte Kindl. “Das muss man so anerkennen. Wir wussten, wir sind Mitfavoriten auf eine Medaille, aber man muss sie erst machen.”
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ÖOC-Rodelteam drittstärkste Kraft
Hat man in der laufenden Weltcupsaison in allen Disziplinen schon gewonnen, so war Gold bei den Winterspielen unerreichbar. In der Medaillenwertung im Rodeln bilanzierte Österreich mit dreimal Silber und einer Bronzenen hinter Deutschland (3/1/1) und Italien (2/0/2) auf Platz drei. “Der Druck war groß. Medaillen erwarten ist das eine, eine machen ein zweites Paar Schuhe”, sagte Österreichs Cheftrainer Christian Eigentler.
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Er bedauerte, dass man im Frauenbereich nicht ganz mithalten habe können. Möglicherweise habe dies mit der neuen Bahn und den vergleichsweise weniger Trainingsfahrten zu tun – oder auch mit dem Eisaufbau, der anders war als beim Training im Herbst. “Da muss man das Material-Set-up auch anpassen, da haben wir uns nicht ganz leichtgetan. Wir haben gekämpft wie die Löwen und vier Medaillen gewonnen und nicht eine verloren”, meinte Eigentler zusammenfassend.
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Weiterentwicklung wichtig
Man habe einiges von Hackl in den vergangenen vier Jahren lernen dürfen, hauptverantwortlich sei für Materialthemen Peter Penz, zusammen mit dem Technologiezentrum und Andreas Linger werde sehr gute Arbeit geleistet, erklärte Eigentler. “Ein paar schwarze Punkte bei uns sind jetzt weiß geworden. Bei einem so feintechnischen Sport, wo es bei der Materialabstimmung auf Nuancen ankommt, hat man nie ausgelernt.” Die ständige Weiterentwicklung kostet viele Ressourcen.