Mit Raketenstaub in den Frühling

Beim 78. Funken setzte die Funkenzunft Oberdorf auf ein außergewöhnliches Motto.
Dornbirn Bereits am Samstagmittag begannen die rund 30 Mitglieder der Funkenzunft Oberdorf mit dem Aufbau. Am Sonntag standen schließlich Kinderfunken und großer Funken bereit. An der Spitze des jungen Teams stehen die Zwillingsbrüder Levin und Balduin Florian: Levin hat kürzlich die Funktion des Obmanns übernommen, sein Bruder Balduin ist Funkenmeister. “Zuerst freuen wir uns ewig auf den Aufbau, dann können wir es kaum erwarten, bis wir den Funken endlich anzünden”, erzählte Levin.
Keine Funkenhexen
Ein Highlight war heuer der Kinderfunken, dessen Aufbau in Form einer Rakete gestaltet wurde. An der Spitze thronte ebenfalls eine Raketenfigur, inspiriert von der japanischen Computerspielreihe “Resident Evil”. “Wir dachten, eine Rakete ist ein schönes Motto – quasi ein Raketenstart in den Frühling”, erklärte der Zunftobmann.

Auch auf dem großen Funken thronte keine klassische Funkenhexe – die sucht man in der Sandkurve schon länger vergeblich. “Wir haben seit Jahren keine Hexe mehr, sondern jedes Jahr ein neues Thema”, erzählte Patrik, der für die Gestaltung der Figuren verantwortlich ist. Sowohl die Figur am Kinderfunken als auch jene am großen Funken waren heuer von “Resident Evil” inspiriert.

Fackellauf und Funkenwacht
Nachdem der letzte Bödelebus die Sandkurve passiert hatte und die Straße gesperrt war, konnte der traditionelle Ablauf beginnen. Mit leichter Verspätung startete der Kinderfackellauf: Zahlreiche junge Funkenbesucher zogen mit Fackeln durch die Sandkurve, begleitet von der Stadtmusik Dornbirn, die auch heuer wieder für die musikalische Umrahmung sorgte. Unter großem Applaus wurde zuerst der Kinderfunken entzündet, dessen Figur sich mit viel “Raketenstaub” und einigen Knallern in den Nachthimmel verabschiedete. Kurz darauf folgte das Entzünden des großen Funkens.

Während des gesamten Abends wurden die zahlreichen Gäste in der Sandkurve kulinarisch bestens versorgt. Für Funkenmeister Balduin Florian war der Einsatz nach dem Abbrennen jedoch noch nicht zu Ende: Gemeinsam mit zwei Kollegen übernahm er die Funkenwacht und hielt bis in die frühen Morgenstunden die Stellung, ehe um sieben am Morgen der Aufräumtrupp übernahm. LCF












