Vom Traumurlaub in den Krisenmodus: Vorarlberger strandet in Bangkok    

VN / 02.03.2026 • 13:00 Uhr
Vom Traumurlaub in den Krisenmodus: Vorarlberger strandet in Bangkok    
Klaus Hämmerle am Flughafen Bangkok. Seine große Hoffnung liegt jetzt auf Mittwoch. Privat

Wie komme ich nach Hause? Für VN-Redakteur Klaus Hämmerle wurde die Heimreise vom Urlaub zur nervenaufreibenden Odyssee mit noch ungewissem Ausgang.

Bangkok, Schwarzach Die Eskalation zwischen Israel, den USA und dem Iran hat den Flugverkehr im Nahen Osten weitgehend lahmgelegt. Tausende Passagiere hängen an Flughäfen fest, und Experten gehen davon aus, dass das noch eine ganze Weile so bleiben wird.

Vom Traumurlaub in den Krisenmodus: Vorarlberger strandet in Bangkok    
Gecancelt! Der Flugverkehr im Nahen Osten wurde weitgehend lahmgelegt. Privat

Mitten im Chaos: VN-Redakteur Klaus Hämmerle (66). „Ich hatte einen wunderschönen Urlaub und dann diese böse Überraschung. Vor allem ist alles so schnell gekommen“, rekapituliert er. Sein gebuchter Flug von Bangkok über Abu Dhabi nach Zürich wurde kurzfristig gecancelt. Die entsprechende E-Mail von Etihad Airways erreichte den Lustenauer am späten Abend, wenige Stunden vor dem geplanten Abflug. Ersatzverbindungen? Fehlanzeige. „Sie haben geschrieben, dass es möglichst bald Informationen über Alternativen gibt, aber gekommen ist überhaupt nichts. Da bin ich in Panik geraten, weil ich überhaupt keine Perspektive gesehen habe, wie ich nach Hause komme“, schildert Klaus Hämmerle den VN am Telefon. Auch bei der Botschaft konnten oder wollten sie dem verzweifelten Vorarlberger nicht weiterhelfen. „Der männliche Mitarbeiter hat so etwas von unfreundlich, abweisend und verächtlich reagiert“, ärgert er sich. „Er hat nur gesagt, sie könnten da überhaupt nichts machen. Er sei leider nicht in der Lage, mir einen Pfleger zu schicken. Ich war einfach nur auf der Suche nach ein paar Informationen und etwas Hilfe.“

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Klaus Hämmerle musste sich am Montag wieder ein Hotel in Bangkok suchen. Privat

Eigentlich hätte alles ganz einfach sein sollen. Seine Bekannten, mit denen er drei Wochen auf der Insel Ko Phayam verbracht hatte, sind wie geplant nach Zürich geflogen. Klaus Hämmerles Flug war knapp zwölf Stunden später angesetzt. Doch die Lage eskalierte rasant.

Bei der Recherche im Internet stieß er schließlich auf eine Verbindung mit Air India von Bangkok über Neu-Delhi und Riad nach Zürich. „Es war der einzige Flug, den ich entdeckt habe, der nicht in diese Krisenregion geht. Die Reise wird allerdings zwei Tage dauern“, ergänzt der 66-Jährige. Was er zum Zeitpunkt des Telefonats am Montag kurz nach 15 Uhr Ortszeit noch nicht wusste: Air India ließ ihn nicht mitfliegen, weil er kein Visum für Indien hatte und der Weiterflug nach Riad noch nicht bestätigt war.

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Viele Hotels in Bangkok sind derzeit ausgebucht. APA

Drei Wochen Traumurlaub, und dann diese böse Überraschung. „Da wird einem bewusst, wie schnell eine heile Urlaubswelt durch solche Ereignisse zerbricht. Es ist brutal, was man da erlebt. Wenigstens ist in Bangkok kein Krieg“, hält er fest. Noch ist offen, wann die Odyssee ein Happy End findet. Die große Hoffnung liegt nun auf Mittwochnachmittag: „Da fliege ich von Bangkok nach Hongkong und von dort am nächsten Tag weiter nach Mailand – mit Ankunft voraussichtlich am Freitagvormittag.” Bis dahin bleibt die bange Frage: Komme ich bald nach Hause?