Februar lässt Wälder Tourismus jubeln

Nächtigungszahlen liegen fast neun Prozent über dem Vergleichszeitraum des Vorjahrs
Egg Das Bauchgefühl hat nicht getäuscht – die statistischen Zahlen haben jetzt bestätigt, dass der Februar für den Bregenzerwälder Tourismus ein ausgesprochen erfolgreicher Monat war: Mit mehr als 300.000 Nächtigungen wurde das Ergebnis des Vergleichsmonats im Vorjahr um fast neun Prozent, das sind über 24.000 Übernachtungen, übertroffen.

Auf gutem Weg zur Million
Nach zwei Dritteln der Wintersaison (November 2025 bis Februar 2026) ergibt das gegenüber 2024/25 ein Plus von gut 40.000 Nächtigungen, die Region ist somit auf dem besten Weg, die magische Millionengrenze an Winterübernachtungen wieder zu übertreffen. Im Vorjahr wurden 997.000 Nächtigungen verzeichnet – eine Marke, die heuer realistisch ist, wenngleich die Saison heuer rund zwei Wochen kürzer als 2025 ist: Im Vorjahr war Ostern erst am 20./21. April, heuer ist dieser Termin bereits am 5./6. April und in den letzten Skigebieten endet deshalb die Saison schon am 12. April. Mehr noch: Jetzt ist sogar ein neuer Winterrekord möglich. In der Saison 2015/16 verzeichnete die Region 1,034 Millionen Winternächtigungen. Diese könnten heuer durchaus übertroffen werden.

Schneemangel kein Thema
Trotz der kürzeren Saison stehen die Zeichen auf ein starkes Finale. Für den bisherigen März wird eine durchwegs gute Buchungslage vermeldet und die Schneelage ist in hochgelegenen Regionen durchwegs vielversprechend, sodass sie die Urlaubslust weiterhin beflügelt. “Jetzt muss nur noch das Wetter mitspielen, damit die Skigenießer noch einmal Lust auf Schnee und Sonne bekommen”, deponieren die Touristiker ihren Osterwunsch bei Petrus.

Die bescheidene Schneelage in tiefen Regionen, wo die Liftanlagen den ganzen Winter über – und auch im Februar – kaum in Betrieb waren, hat die Nächtigungszahlen kaum beeinträchtigt: Im Februar verzeichneten 21 der 22 Bregenzerwälder Gemeinden Nächtigungszuwächse, ausgerechnet in Damüls gab es einen geringfügigen Rückgang von rund 300 Übernachtungen, bei mehr als 61.000 Nächtigungen in der nächtigungsstärksten Gemeinde der Talschaft sind das knapp ein halbes Prozent.
Mellau, Schröcken, Au
Demgegenüber verzeichneten Mellau (plus 4700/15,2 Prozent), Schröcken (plus 3400/14,4 Prozent) und Au (plus 2250/6,8 Prozent) satte Zuwächse. Auch in Hittisau (plus 2150/33,1 Prozent), Egg (plus 2000/31,0 Prozent) und Bezau (plus 1550/13,2 Prozent) ist der Februar hervorragend gelaufen.

Ähnlich das Bild für die ersten vier Monate: Von November 2025 bis Februar 2026 legte Mellau mehr als 11.000 Nächtigungen/14,6 Prozent zu, plus fast 7000/8,8 Prozent waren es in Au und in Schröcken bedeuteten 5100 zusätzliche Nächtigungen ein Plus von 8,5 Prozent.
Warth mit bester Auslastung
Mit fast 24 Vollbelegstagen und einer Auslastung von mehr als 85 Prozent führt dieses Ranking knapp vor Schröcken (23,5 Vollbelegstage/84 Prozent Auslastung) und Damüls (23/81,7) an. Durchschnittlich 17 Vollbelegstage ergaben eine Auslastung von knapp mehr als 60 Prozent.
Auf die gesamte bisherige Saison ist Reuthe mit 79 Vollbelegstagen klarer Spitzenreiter vor Warth (59), Schröcken (57) und Damüls (56,6). Die meisten Nächtigungen entfielen auch in der laufenden Saison auf Damüls (knapp 152.000), in Warth waren es 102.000, in Mellau 87.000 und in Au 85.000.
Erfreulich, dass sich im Februar 2026 die durchschnittliche Aufenthaltsdauer mit 4,63 Tagen gegenüber 2025 (4,41) um rund fünf Prozent verlängert hat. Am besten gefallen hat es den Gästen offenbar in Schoppernau, denn dort urlaubten sie im Schnitt 5,52 Tage, in Warth waren es 5,37 und in Schröcken 5,26. STP