Hohenweiler Kindi ist fit für die Zukunft

1,26 Millionen Euro teure Erweiterung wurde mit Tag der offenen Tür vorgestellt
Hohenweiler Die öffentliche Hand schnallt den Gürtel in allen Bereichen enger, das trifft auch die Kinderbetreuung, für die erst dieser Tage eine Kürzung der Fördermittel für zusätzliches Personal in 18 Vorarlberger Gemeinden verlautbart wurde.

Allen Sparkonzepten zum Trotz hat die Gemeinde Hohenweiler viel Geld in die Hand genommen, um ihren Kindergarten fit für die Zukunft zu machen. “Diese Investition war alternativlos”, so Bürgermeister Wolfgang Langes, denn seit der Kindergarten-Eröffnung vor 25 Jahren hat die Bevölkerungszunahme in der Leiblachtalgemeinde auch die Kapazität des Kindergartens an dessen Grenzen – und fast über die Grenzen – gebracht. Vor 25 Jahren wurde der Kindergarten für zwei Gruppen errichtet – inzwischen besuchen 54 Mädchen und Buben den Kindi. Hinzu kamen in dieser Zeit auch neue Herausforderungen wie Ganztagskindergarten und Mittagsbetreuung. Mit dem “Erfolg”, dass zuletzt eine dritte Gruppe zeitweise in die Schülerbetreuung ausweichen musste.

Erweiterung ein Gebot der Stunde
Und die Platznot verschärft sich derzeit noch: Gegenüber dem Kindergarten wird eine Wohnanlage mit mehr als drei Dutzend Wohnungen nach und nach bezogen, unweit davon stehen Baukräne auf einem Areal, auf dem bis in zwei Jahren weitere 30 Wohnungen entstehen. “Da ist absehbar, dass wir schon kurzfristig noch mehr Platz im Kindergarten benötigen – es war Handlungsbedarf gegeben”, so Langes.

Besucher waren beeindruckt
1,26 Millionen Euro “sind viel Geld, aber die Investition für die Kindergarten-Erweiterung war alternativlos”, so der Gemeindechef, dem beim Tag der offenen Tür von den beeindruckten Besucherinnen und Besuchern bestätigt wurde, dass das Geld gut angelegt ist, denn den Kleinen steht jetzt ein Kindergarten zur Verfügung, der alle Stückchen spielt.

“Da möchte man doch fast wieder Kind sein …”, meinte ein Vater beim Rundgang durch den zweistöckigen Zubau und testete gleich mit anderen Besucherinnen und Besuchern den Ruheraum, dem auch die Großen einiges zum Entspannen und Chillen abgewinnen könnten. Andere wiederum ließen sich im Kino die Baugeschichte zeigen. In diesem Mediaraum wurde die Geschichte des Projekts dargelegt: 3. Juli 2024: Grundsatzbeschluss der Gemeindevertretung zum Bau, 22. November 2024: Bauverhandlung, 28. Jänner 2025: Baubescheid wurde rechtskräftig, 10. April 2025: Baubeginn, 7. Jänner 2026: Fertigstellung und Bezug der neuen Räumlichkeiten. Neben den Sonderräumen – auch Speise- und Bewegungsraum sind neu – stehen jetzt Räumlichkeiten für zwei zusätzliche Gruppen zur Verfügung. Zudem wurde der Außenraum vergrößert, dort stehen aber die Abschlussarbeiten durch die Firma Natur noch an, dieses Areal wird wohl erst ab Schulbeginn im Herbst benützbar sein.

Zusätzliche Infrastruktur
Dass der öffentliche Kinderspielplatz der Gemeinde und das Areal des Hohenweiler Fußballvereins direkt an den Kindergarten andocken, macht das Angebot an die Kindergärtlerinnen und Kindergärtler komplett.

Es geht nicht nur um “Platz”
Für die Leiterin Sabine Berchtel und ihr Team geht es aber nicht nur um zusätzlichen “Platz” im erweiterten Kindergarten, denn dieser “Platz” ermöglicht eine Umsetzung des Konzeptes, wie es sich die Pädagoginnen vorstellen.
Der Hohenweiler Kindi ist als Kneipp-Kindergarten zertifiziert und die auf Bewegung, Naturerfahrung und Gesundheitsbewusstsein ausgerichtete Konzeption erfordert auch die dafür notwendigen Räume. Diese stehen jetzt in ausreichendem Maße zur Verfügung – einschließlich einer Reserve für die schon in naher Zukunft zu erwartende Zunahme der Kinderzahl. STP