Mellauer Goaßgaglbar wird am Ostersonntag zum Mekka der Musikanten

Wer in der Szene etwas auf sich hält, “muss” in Nazes Hus einmal aufgespielt haben.
Mellau Am Ostersonntag wird in Mellau ein Après-Ski-Projekt abgeschlossen: In der Goaßgaglbar in Albert Hagers Nazes Hus geht es ein letztes Mal rund, wenn die Strawanzer aus dem Walgau noch einmal die Gäste in einer speziellen Location in Stimmung bringen. Nach dem großen Erfolg in der Wintersaison gibt es jetzt Überlegungen, die Goaßgaglbar auch im Sommer als originellen Treff für Einheimische und Urlaubsgäste – und natürlich als Bühne für heimische Bands – zu öffnen.

Da meckern nur die Ziegen
Der Mellauer Albert Hager ist ein Tausendsassa: Als Schindeler ein erfolgreicher Unternehmer, im Tourismus fällt er mit originellen Ideen auf, hat unter anderem das denkmalgeschützte, älteste Mellauer Haus, in dem ein früherer Besitzer, Ignaz “Naze” Dietrich (deshalb Nazes Hus), seine Küferwerkstatt eingerichtet hatte, gekauft und zu einer originellen Gaststätte/Pension generalsaniert. Später hat er auch ein zweites altes Haus als Urlauberquartier umgebaut und nebenbei hält er auf der Alpe Dosegg auch noch als Nebenerwerbslandwirt Ziegen.

Ziegen und Gasthaus hat er jetzt einzigartig kombiniert: Im ehemaligen Stall von Nazes Hus hat er eine originelle Location eingerichtet, maßgeschneidert für einzigartigen Après-Ski. Da haben gut gelaunte Gäste keinen Grund, sich zu beschweren, denn hier meckern nur die Ziegen hinter einer großen Glaswand.

Auch noch als Musikant
Zum Saisonstart vor Weihnachten 2025 hat er seine Goaßgaglbar eröffnet und Musikgruppen musste er nicht lange suchen, sie boten sich von Anfang an von selbst an, denn wer in der Szene etwas auf sich hält, “muss” hier einfach einmal gespielt haben. Und wenn dann seine Musikantenkollegen die Klassiker “Ein Wälderdorf” oder “Im schönen Mellau” anstimmen, macht es Albert zur Chefsache: Er übernimmt die Gitarre und spielt und singt selbst mit. Gemeinsam mit seinen Musikkollegen Luggi Dietrich und Martin Berchtold bildete er aus dem Stand einfach das Goaßbock-Trio. Sporadisch klinken sich auch die jüngsten Nachwuchsmusikanten völlig unbürokratisch ein und ergänzen die Musikgruppen – z. B. der gerade mal neun Jahre junge Emil Fuchs aus Au, der sich zu Arnold Bereuters Wälder Klang gesellte. Bereuter ist ein Urgestein der Wälder Musikszene und war schon 1990 Gründungsmitglied beim Wälder Echo. Kürzlich formierte er sich neu, spielt aktuell mit dem Auer Malermeister Norbert Moosbrugger und Peter Willi aus Schoppernau zusammen.
Zu Gast in der Goaßgaglbar waren u. a. auch “Wälderschwung” – Mario, Klaus und Günter – aus Alberschwende, aber auch die Alpenrammler aus dem Großen Walsertal oder die Strawanzer aus dem Walgau. Kilian Kessler (Akkordeon), die Brüder Stefan und Hannes Hackl (Gitarre und Bass) sowie Kurt Beck (Bass, Geige, Trompete) haben Albert Hager mit ihrem “einzigartigen Gesang und ihrem musikalisch hohen Niveau” so sehr überzeugt, dass er das Quartett zum Finale am Sonntag, ab 16 Uhr, neuerlich engagierte. STP
