Volle Kraft voraus in die neue Saison

VN / 02.04.2026 • 13:13 Uhr
Trotz wachsenden Herausforderungen gehen die VSU – im Bild von links: Alexandro Rupp (VLB), Benno Gmür (SBS), Remo Rey (URh), Frank Weber (BSB) und Dr. Norbert Reuter (BSB und Vorsitzender VSU) zuversichtlich in die neue Saison.
Trotz wachsender Herausforderungen gehen die VSU – im Bild von links: Alexandro Rupp (VLB), Benno Gmür (SBS), Remo Rey (URh), Frank Weber (BSB) und Dr. Norbert Reuter (BSB und Vorsitzender VSU) – zuversichtlich in die neue Saison.peter strauss

Weiße Flotte auf dem Bodensee nimmt zu Ostern den noch eingeschränkten Betrieb auf.

Bregenz, Konstanz Noch ist es ruhig auf dem Schwabenmeer, nur vereinzelt ziehen winterfeste Freizeitkapitäne oder Fischer ihre Bahnen. Doch zu Ostern wird sich das ändern, dann starten die Vereinigten Schifffahrtsunternehmen für den Bodensee und Rhein (VSU) in die neue Saison – mit reduziertem Fahrplan, aber mit großer Zuversicht, wie bei der Pressekonferenz an Bord der MS Überlingen im Hafen von Konstanz berichtet wurde.

34 Schiffe, mehr als 60 Ziele

Die weiße Flotte mit knapp drei Dutzend Schiffen – von der gerade mal 22 Meter langen MS Alte Rhy, die für 60 Passagiere zugelassen ist, bis zur MS Austria, die mit fast 60 Meter Länge bis zu 1200 Fahrgäste mitnehmen kann – wird wieder erlebnisreiche Fahrten anbieten und läuft dabei mehr als 60 Anlegestellen an. Vom großen Hafen von Bregenz bis Konstanz, von der einfachen Anlegestelle in Rheineck im Alten Rhein bis zu den Pfahlbauten von Unteruhldingen im Überlinger See.

Herausforderung an vielen Fronten

Die VSU, so deren Vorsitzender Norbert Reuter, hatten 2025 mit insgesamt knapp 2,8 Millionen Passagieren das Ergebnis von 2024 um rund 70.000 Fahrgäste oder 2,5 Prozent verpasst. Geschuldet sei dies mehreren Faktoren: Zum einen sorgte ein außergewöhnlich niedriger Wasserstand zu Beginn der Saison für Ausfälle und einen klassischen Fehlstart, dann machte ein verregneter Juli der Schifffahrt einen Strich durch die Rechnung. Die fortschreitende Ausbreitung der Quaggamuschel führte ebenfalls zu Einbußen im Betrieb. Gleichzeitig war auch das Sparbewusstsein der Urlauber deutlich spürbar: “Die Konkurrenz des ständig ausgebauten öffentlichen Personennahverkehrs – gestützt durch eng vertaktete Verbindungen und die Anerkennung von Deutschlandticket, Regio-Tickets und der Echt Bodensee Card – ist für viele Reisende inzwischen eine schnellere und günstigere Alternative zur Schifffahrt geworden”, gibt Reuter zu bedenken.

Mit dem “Erlebnis See” punkten

Dieser Konkurrenz will die Bodensee-Schifffahrt mit ihren Stärken begegnen: Das “Erlebnis See” soll wieder mehr Passagiere an Bord locken – und deshalb haben die Schifffahrtsgesellschaften neben dem regulären Fahrplan wieder viele Sonder- und Themenfahrten im Programm für die Saison 2026. Als Erstes erwartet Besucherinnen und Besucher am Samstag, 25. April, die 53. Internationale Flottensternfahrt. Ziel der Schiffe ist Romanshorn, wo an diesem Wochenende (25./26. April) auch das traditionelle Hafenfest stattfindet. STP