Ein neuer Treffpunkt fürs Dorf: “Gsiberger” startet in Gaißau

Von der Idee zur Eröffnung in nur wenigen Wochen: Im Lokal in der Rheinstraße 3 ist der Name Programm.
Gaißau Anfangs waren es nur lockere Sprüche unter Stammgästen. “Es hat mir hier immer gut gefallen, und ich habe gesagt, es wäre toll, das weiterzuführen. Weil ich einer bin, der Sachen übernimmt, die andere nicht machen, haben die anderen Gäste schon immer gesagt, das wäre doch genau das Richtige für dich. Da habe ich mir noch einen Spaß daraus gemacht“, erinnert sich Markus Prietl (52) und lacht. Aus der Idee wurde schnell Ernst. Am Freitag eröffnet in Gaißau, dort, wo 15 Jahre lang das „Roberto’s“ war, das „Gsiberger“. „Wir haben uns dann relativ schnell entschieden“, ergänzt der Höchster, der bereits das Nobody-Pub in Lustenau und ein kleines Hotel in Höchst betreibt.

Markus Prietl ist der Betreiber, der im Hintergrund alles organisiert, Stefanie Schwald (35) die Geschäftsführerin. Vor knapp sechs Wochen sind die ersten groben Pläne entstanden. Seitdem wird renoviert, geputzt und organisiert. „Die Gemeinde hat uns ganz viel abgenommen. Der Bürgermeister selbst ist am Wochenende einen ganzen Nachmittag lang hier drinnen gestanden und hat die Tische abgeschliffen“, erzählt Stefanie Schwald.

Der Name „Gsiberger“ ist der 35-Jährigen beim Autofahren eingefallen und zugleich Programm. Die Speisekarte wird im Dialekt gehalten. Der Fokus liegt auf gutbürgerlicher Küche und auf regionalen Produkten. „Wir haben die Sachen auf der Speisekarte, die es rundherum nicht gibt. Käsespätzle, Schnitzel, Grillteller, Riebel“, zählt die Geschäftsführerin auf. Geboten werden Frühstück, ein täglich wechselndes Mittagsmenü, Kuchen und Eis sowie warme Küche den ganzen Tag über. „Back to the roots“, sagt Prietl. „So wie es früher einmal war – gemütlich sitzen und es fein haben. Wir möchten auch ein Zeichen setzen, dass wir für die Gaißauer da sind.“

Aktuell stehen 50 Sitzplätze draußen und 25 im Innenbereich zur Verfügung. Doch das könnte sich bald ändern. „Die Idee wäre, einen Wintergarten zu errichten. Die ersten Entwürfe gibt es bereits, und die Gemeinde steht auch voll dahinter”, erläutert der Betreiber. Am Freitag ab 14 Uhr wird aber erst einmal gefeiert – mit Hüpfburg, Kinderschminken, gratis Schupfnudeln und Wienerle mit Pommes. Der Bürgermeister hält eine Ansprache, der Musikverein Gaißau und ein Akkordeonspieler spielen auf. Stefanie Schwald schmunzelt: “Viele sind neugierig. Es kommen schon ganze Familien mit Fahrrädern und setzen sich hin, mitten in die Baustelle.”

Gasthaus Gsiberger, Rheinstraße 3, Gaißau; Öffnungszeiten: Mittwoch bis Sonntag 8 bis 22 Uhr, Montag und Dienstag 8 bis 14 Uhr.