„Zukunftsträchtig für die nächsten 30 Jahre“: Startschuss für neues Bergrettungsheim

VN / 14.04.2026 • 08:30 Uhr
Neuer Stützpunkt für die Bergrettung Schruns-Tschagguns
Die ehemalige Büchel-Garage wird der neue Stützpunkt für die Bergrettung Schruns-Tschagguns. SCO

Vier Gemeinden beschließen den Bau eines neuen Bergrettungsheims in Tschagguns. Die Kosten fallen deutlich geringer aus als gedacht, der Baubeginn ist noch heuer geplant.

Tschagguns Die Beschlüsse aller vier Gemeinden liegen vor. Das ausgearbeitete Projekt wird bei der Bezirkshauptmannschaft eingereicht. Der Baubeginn ist noch für dieses Jahr vorgesehen. Der Tschaggunser Bürgermeister Gerhard Vonier freut sich über das neue Bergrettungsheim, das heuer endlich gebaut werden soll. Die VN haben bereits vor zwei Jahren über dieses Vorhaben berichtet.

Statt der zuerst veranschlagten 2,5 Millionen Euro kostet das Bergrettungsheim nun nur noch 1,8 Millionen Euro. Dafür hat eine Arbeitsgruppe, bestehend aus Vertretern der Gemeinden Schruns, Tschagguns und Bartholomäberg, in enger Absprache mit der Bergrettung die Pläne nochmals überarbeitet. Durch die Eigenleistungen der Bergrettung konnten die Kosten zusätzlich reduziert werden. Viele Arbeiten übernimmt sie in Eigenregie, sodass weniger Gewerke beauftragt werden müssen.

Für das neue Bergrettungsheim soll die ehemalige Büchel-Garage in der Sandstraße adaptiert werden. Wo früher Lkw standen, sollen bald Bergrettungseinsätze abgewickelt werden. Dafür wird in der Garage auch eine zweite Decke auf halber Raumhöhe eingezogen. So stehen der Ortsstelle Schruns-Tschagguns künftig zwei Geschosse zur Verfügung. Unten befinden sich dann die Spinde und Lagerräume, oben die Aufenthaltsräume.

Neuer Stützpunkt für die Bergrettung Schruns-Tschagguns
In der Garage wird ein zweiter Boden eingezogen. SCO

In der ehemaligen Garage haben die Bergrettungsmitglieder mehr Platz als derzeit im Keller des Feuerwehrhauses. Unter anderem erhalten die Bergretter neue Besprechungsräume und Rückzugsorte. Der Aufenthaltsraum und das Materiallager werden größer. Auch die Fahrzeuge können dank eines Zubaus leichter abgestellt werden. Eine Kommandozentrale und ein Büro kommen dazu. Man baue „zukunftsträchtig für die nächsten 30 Jahre“, sagt Vonier. Nächstes Jahr sollen die Bergretter in ihr neues Heim einziehen. Bei Notfällen kann auf der Wiese vor dem Bergrettungsheim ein Hubschrauber landen. Vonier betont, dass dort kein Hubschrauber fix stationiert ist, sondern die Wiese nur in Ausnahmefällen angesteuert wird.

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Die Kosten von 1,8 Millionen Euro teilen sich die vier Gemeinden, die zur Ortsstelle Schruns-Tschagguns gehören. Tschagguns übernimmt 40 Prozent der Kosten, Schruns 35 Prozent sowie Silbertal und Bartholomäberg jeweils 12,5 Prozent. Bauherr ist die Gemeinde Tschagguns.