Trendsport: Was ein Student in Bürs jetzt umsetzen will

Ibrahim Köse bringt eine Trendsportart nach Bürs – und könnte eine neue Community entstehen lassen.
Bürs Ibrahim Köse aus Hard studiert an der Fachhochschule Vorarlberg Wirtschaftsingenieurwesen und will seine Bachelorarbeit nicht nur theoretisch erarbeiten, sondern auch praktisch umsetzen. So hat er zwei Padelplätze in Bürs entwickelt, die bei der Sportstätte errichtet werden sollen. In seiner Bachelorarbeit beschreibt er das Projekt „Alpine Padel“ von der Idee bis zur Umsetzung. Die beiden Padelplätze werden direkt nebeneinander auf einer bislang ungenutzten Fläche innerhalb des Sportzentrums Bürs errichtet.

Padel ist eine Mischung aus Tennis und Squash. Gespielt wird zwei gegen zwei auf einem 20 mal 10 Meter großen Spielfeld. Die Glaswände ringsherum können ins Spiel einbezogen werden. Ibrahim ist leidenschaftlicher Padel- und Tennisspieler. Er sagt, dass die Einstiegshürde im Padel geringer sei als im Tennis. „Das kann man von der ersten Minute an spielen“, ist er überzeugt. Ibrahim pachtet von der Gemeinde ein 700 Quadratmeter großes Grundstück für 12.000 Euro brutto jährlich. Eine Baugenehmigung liegt bereits vor. Der Baustart ist für Ende Mai vorgesehen, die Fertigstellung der Padelplätze für Anfang Juli. Damit bleibt ausreichend Zeit, die Anlage während der Sommersaison zu nutzen. Die Plätze sind nicht überdacht, daher ist die Nutzung beziehungsweise Auslastung wetterabhängig.

Die Investitionskosten belaufen sich auf 150.000 Euro. Hinzu kommen laufende Kosten wie etwa ein Platzwart. Brandnertal Tourismus sponsert 15.000 Euro, doch Köse ist noch auf der Suche nach weiteren Sponsoren. Einnahmen werden durch die Vermietung der Plätze generiert. Ein Padelplatz kann stundenweise gemietet werden. 32 Euro kostet eine Stunde zwischen 8 und 17 Uhr. Unter der Woche ab 17 Uhr, am Freitag ab 12 Uhr sowie an Feiertagen und am Wochenende beträgt der Preis 40 Euro pro Stunde. Teilt man den Betrag durch vier, zahlt jeder Spieler acht beziehungsweise zehn Euro. Der Zugang zum Spielfeld erfolgt mittels QR-Code am Smartphone. Schläger und Bälle können ausgeliehen werden. Zudem besteht die Option, Bälle an einem Automaten zu kaufen.

Geselliger Sport
Geplant sind außerdem Automaten mit Snacks und Getränken sowie Tische und Bänke. So kann man nach dem Match noch gemütlich zusammensitzen und sich unterhalten. Seine Vision: „Man kommt her, trifft sich, spielt, hört Musik und trinkt etwas zusammen.“ In die Padel-Community komme man leicht hinein. In mehreren Gemeinden und Städten wird Padel bereits angeboten. „Die Sportart boomt“, sagt Köse. Padel habe ein „enormes Wachstumspotenzial“. Zwar kennen viele diese Sportart bisher nicht, doch die Community wächst. Um noch mehr Menschen für den Sport zu begeistern, plant Köse Turniere, die er einmal im Monat veranstalten will.

Beim Eröffnungsevent ist jeder willkommen. Dort erklärt Köse allen Interessierten die Spielregeln und jeder kann den Sport ausprobieren. Die Spielregeln werden ebenso auf der Website erklärt, über die auch der QR-Code zum Öffnen der Anlage bereitgestellt wird. Über eine WhatsApp-Gruppe kann sich die Community kurzfristig zum Spielen verabreden oder Spielpartner finden.
