Neue Brunnen für Egg und Schwarzenberg

Bregenzerwälder Werkraumschule lud zur Präsentation ihrer Abschlussprojekte.
Andelsbuch, Bezau Schulintern laufen bereits die Vorbereitungen auf die Festveranstaltung “10 Jahre Werkraumschule”, die im Herbst gefeiert wird, aktuell geht die dritte Klasse dieses in Österreich einzigartigen Modells in die Zielgerade des ersten Ausbildungsteils, der Handelsschule. “In wenigen Wochen werden die 25 Schülerinnen und Schüler die dritte Klasse beenden und haben dann eine vollwertige klassische Handelsschulausbildung. Einige von ihnen werden im Herbst ins Berufsleben wechseln, die meisten setzen die Schulausbildung fort”, sagt Klassenvorstand Rainer Kempf. Die Schulausbildung fortsetzen heißt, sie starten in die Lehre. “Das Modell vernetzt drei Jahre Handelsschule und drei Jahre Lehre samt Unternehmerprüfung zur fünfjährigen Werkraumschule – die Jugendlichen absolvieren Handelsschule und Lehre statt in sechs in fünf Jahren”, ergänzt Direktor Mario Hammerer..

Eine echte Herausforderung
Ab dem ersten Schultag orientieren sich die Schüler neben dem Handelsschul-Unterricht auch in den Partnerbetrieben, welcher Handwerksberuf ihnen am meisten zusagt. Der Lehrplan umfasst in drei Ausbildungsjahren u. a. Praktikumswochen, Werkunterricht und Erlernen der Grundlagen des Freizeichnens. Später kommen Handwerkstage hinzu und für besonders Lernfreudige steht sogar der Weg zur Lehre mit Matura offen.

Highlight zum HASch-Abschluss
Im dritten Schuljahr wird zudem ein handwerkliches Projekt unternehmerisch umgesetzt: Die Vorarbeiten dazu begannen schon vor mehr als einem Jahr – noch in der zweiten Klasse. Schülerinnen und Schüler entschieden sich, bei diesem Abschlussprojekt sechs Trinkwasserbrunnen an prominenten Standorten zu errichten: bei der Volksschule, beim Schwimmbad, auf dem neuen Dorfplatz, in der Junkerau und bei der Mittelschule in Egg sowie am Spielplatz in Schwarzenberg.

Nach der Standortfestlegung wurden Entwürfe entwickelt und diese mit der Projektbegleiterin Ines Lopez-Cerrato Berlinger und Klassenvorstand Rainer Kempf abgestimmt und optimiert. Mit dem fixen Plan in der Hand ging es auf die Suche nach Projektpartnern.

Planung und Kalkulation
Die sechs Trinkwasserbrunnen wurden nicht nur geplant und mit den Partnerbetrieben handwerklich umgesetzt, Schülerinnen und Schüler erstellten auch eine exakte Kalkulation (auf den Cent genau) und überzeugten auch mit der professionellen Präsentation ihrer Arbeiten, für die es in der Aula der Bezauer Schule viel Applaus gab. STP







