Dauerbrenner verlässt Alberschwende Richtung Admira Dornbirn

Mit Tobias Bitschnau wechselt ein Eigengewächs im Sommer zum Eliteligaklub.
Alberschwende Der Vorarlbergliga-Tabellenzweite FC Alberschwende verliert im Sommer eines seiner prägendsten Gesichter: Tobias Bitschnau, seit Jahren Leistungsträger und Identifikationsfigur, wechselt zum zweifachen VOL.AT-Eliteliga-Vizemeister SC Admira Dornbirn. Für den 21-Jährigen ist es der nächste logische Schritt – für seinen Stammklub hingegen ein äußerst schmerzhafter Abgang.
Tobias Bitschnau gilt als echtes „Urgestein“ in Alberschwende, obwohl er erst 21 Jahre alt ist. Seit sieben Jahren steht der großgewachsene Defensivspieler im Kader der ersten Mannschaft, hat sich früh einen Stammplatz in der Defensivabteilung erarbeitet und diesen nie mehr hergegeben. Seine Stärken: kompromisslose Zweikampfführung, enorme Kopfballpräsenz und vor allem eine beeindruckende Konstanz.
Ein Blick auf die Zahlen unterstreicht seinen Wert eindrucksvoll. In dieser Saison absolvierte Bitschnau alle 18 Meisterschaftsspiele – jedes einzelne über die volle Distanz von 90 Minuten. Bereits im Vorjahr verpasste er in der Eliteliga keine Sekunde und stand in allen 26 Partien durchgehend auf dem Platz. Auch in der Saison 2022/23 kam er auf 26 Einsätze, wurde lediglich dreimal vorzeitig ausgewechselt. Zwei Jahre lang also nahezu ohne Pause – ein Dauerbrenner im wahrsten Sinne des Wortes.

Mit Alberschwende feierte Bitschnau große Erfolge: den Meistertitel in der Vorarlbergliga sowie den Einzug ins VFV-Cup-Finale vor drei Jahren. Er war dabei stets ein zentraler Baustein im Spiel der Wälder, verlässlich und mit bemerkenswerter Reife für sein Alter.
Der Wechsel zur Admira Dornbirn kommt daher wenig überraschend. Der ambitionierte Eliteligist erhält einen entwicklungsfähigen Spieler mit enormem Potenzial. Bitschnau bringt nicht nur körperliche Präsenz, sondern auch Spielintelligenz und Mentalität mit – Eigenschaften, die ihn auf die nächste Stufe heben könnten.
Für Alberschwende bedeutet der Abgang eine klare Schwächung. Einen Spieler mit dieser Konstanz und Vereinstreue zu ersetzen, wird alles andere als einfach. Gleichzeitig eröffnet sich für Bitschnau die Chance, seine Laufbahn weiter voranzutreiben. Die Voraussetzungen dafür bringt er zweifellos mit. Eventuell könnte es sogar zum Wiedersehen mit seinem Stammklub kommen. VN-TK