Alumnifest am BGD: Ein bisschen wie Heimkommen

Das erste Alumnifest brachte ehemalige Schüler und Lehrpersonen zurück ans BG Dornbirn.
Dornbirn “Herr Professor, Sie haben sich ja gar nicht verändert!” – solche Sätze waren am Samstag im BG Dornbirn immer wieder zu hören. Die Angesprochenen nahmen die Komplimente meist schmunzelnd entgegen, taten sich im Gegenzug aber nicht selten schwer, ihre ehemaligen Schülerinnen und Schüler auf Anhieb wiederzuerkennen. Genau solche Momente machten den besonderen Charme des Alumnifests am BG Dornbirn aus.

Alle Generationen
Zum ersten Mal hatte das BGD den roten Teppich für seine ehemaligen Schülerinnen, Schüler und Lehrpersonen ausgerollt. Schon beim Red-Carpet-Empfang vor dem Haupteingang wurde deutlich: Dieses Fest stand ganz im Zeichen des Wiedersehens. Unter den Gästen waren Absolventen aus vielen Jahrzehnten – darunter eine ganze Runde des Maturajahrgangs 1958, aber auch ehemalige Schüler, die erst vor ein oder zwei Jahren maturiert haben und schon Sehnsucht nach ihrer alten Schule verspürten. Zu den ältesten Besuchern zählte Franz Winder (91), der 1955 am BG Dornbirn – damals noch Realschule – maturiert hat.

Im Mittelpunkt des Nachmittags standen Begegnungen – zwischen Generationen, zwischen ehemaligen Mitschülern und zwischen Schülern und ihren früheren Lehrpersonen. Viele nutzten die Gelegenheit, durch das Schulgebäude zu schlendern, Erinnerungen auszutauschen und zugleich Neues zu entdecken. Denn während sich manches vertraut anfühlte, hat sich in der Realschulstraße im Laufe der Jahrzehnte auch vieles verändert.

Bunter Nachmittag
Von 15 bis 18.30 Uhr bot die Schule ein abwechslungsreiches Programm mit Ausstellungen, Themenräumen, Schulführungen sowie Foto-, Audio- und Videoinstallationen. Historische Maturazeitungen luden zum Schmökern ein, Erinnerungsräume widmeten sich Skiwochen, Sprachreisen, Sportmomenten und besonderen Schulprojekten. Auch Einblicke in das aktuelle Schulleben kamen nicht zu kurz – etwa im Robotics Makerspace. Im Erinnerungslabor wurden Erinnerungen an die Schulzeit gesammelt, als Teil eines künstlerischen Forschungsprojekts im Hinblick auf das bevorstehende Schuljubiläum.


Im Festsaal war ein Café eingerichtet, in dem bei Kaffee und Kuchen geplaudert, gelacht und in Erinnerungen geschwelgt wurde. Musikalisch begleitet wurde der Nachmittag dort unter anderem vom BG HeartChor. Auch in der Kantine war mit Snacks und Getränken für Verpflegung gesorgt – organisiert von der UNESCO- und der SOKO-Gruppe. Im Außenbereich sorgten Festzeltgarnituren und viele gut besetzte Tische für gesellige Stimmung. Selbst Fußballfans kamen später bei der Übertragung des Champions-League-Finales auf ihre Kosten, ehe der Abend schließlich bei der BGD-Party im Turnsaal in ausgelassener Atmosphäre seinen Ausklang fand. Der Reinerlös des Alumnifests kommt übrigens direkt der Schule zugute – etwa für einen neuen Pausenraum und die Begrünung des Schulgebäudes.

Alumnibuch als Erinnerung
Ein besonderer Höhepunkt war auch das Alumni-Erinnerungsbuch, das beim Fest erstmals präsentiert wurde. Auf über 200 Seiten vereint es Erinnerungen, Geschichten, Fotos und Beiträge aus fast 150 Jahren Schulgeschichte – von legendären Sportwochen über Maturathemen vergangener Jahrzehnte bis hin zu persönlichen Anekdoten aus dem Schulalltag. “BGDler:in zu sein, verbindet Generationen”, heißt es darin – ein Gedanke, der beim Fest spürbar wurde. Und am Ende blieb bei vielen wohl genau dieses Gefühl zurück, das auch im Alumnibuch beschrieben wird: dass sich das Betreten des altehrwürdigen Schulgebäudes manchmal ein bisschen wie Heimkommen anfühlt. LCF










