125 Orte erzählen Geschichte

Zum Stadtjubiläum wurde der neue digitale Rundgang “125 Orte” vorgestellt.
Dornbirn Großes Interesse herrschte kürzlich im Kulturhaus Dornbirn, als das Stadtarchiv den neuen digitalen Stadtrundgang “125 Orte” der Öffentlichkeit präsentierte. Das Projekt wurde anlässlich des 125-jährigen Jubiläums der Stadterhebung entwickelt und verbindet historische Spurensuche mit modernen digitalen Möglichkeiten. Zahlreiche Besucherinnen und Besucher nutzten die Gelegenheit, um sich einen ersten Eindruck vom neuen Angebot zu verschaffen.
Spannend durch sechs Bezirke
Im Mittelpunkt des Rundgangs stehen 125 historische Fotografien, die über das Gemeindegebiet verteilt sind. Das Besondere daran ist, dass die Aufnahmen genau an jenen Orten sichtbar sind, an denen sie einst entstanden. “Über eine interaktive Karte auf dem Smartphone können Nutzerinnen und Nutzer die verschiedenen Stationen aufrufen und die Geschichte Dornbirns direkt vor Ort entdecken”, erklärte Stadtarchivar Werner Matt. Die Bildpunkte verteilen sich auf alle sechs Bezirke der Stadt und erzählen von großen Ereignissen ebenso wie von alltäglichen Begebenheiten, die das Leben in Dornbirn geprägt haben.

Stadtgeschichte wird erlebbar
“Die historischen Ansichten ermöglichen dabei einen Blick in die Vergangenheit und laden dazu ein, Veränderungen im Stadtbild nachzuvollziehen”, so Matt. Bekannte Straßen, Plätze und Gebäude erscheinen in einem neuen Licht, wenn alte Fotografien mit der heutigen Situation verglichen werden. Ergänzt wird der Rundgang durch mehrere digitale 3D-Modelle, die die Entwicklung der Dornbirner Siedlungstätigkeit über die Jahrhunderte hinweg veranschaulichen. Sie bieten zusätzliche Einblicke in die Stadtwerdung und zeigen, wie sich Dornbirn von den ersten Siedlungsgebieten bis zur heutigen Stadt entwickelt hat.
Für die kuratorische und technische Umsetzung zeichnete Marilena Tumler verantwortlich, die das Projekt in Zusammenarbeit mit dem Stadtarchiv realisierte. Als technische Grundlage dient die bereits bewährte Web-App “i.appear”. Der neue Rundgang reiht sich damit in ein bestehendes digitales Angebot ein, zu dem unter anderem “hist.appear”, “Stadtspuren”, “Frauenspuren” sowie die Erkundungstouren durch das Oberdorf und die Innenstadt zählen.
Auch Bürgermeister Markus Fäßler zeigte sich bei der Präsentation begeistert. “Das Projekt schlägt eine Brücke zwischen der stolzen Geschichte Dornbirns und den Möglichkeiten der digitalen Zukunft. Gleichzeitig wird sichtbar, dass die Entwicklung der Stadt aus den vielen kleinen und großen Geschichten jener Menschen besteht, die hier gelebt, gearbeitet und ihre Spuren hinterlassen haben”, betonte er. cth