Von zeitgenössischem Jazz bis Panoramatrail – der VN-Überblick für die kommenden Tage

Was es dieses Wochenende in Vorarlberg alles zu erleben gibt.
In Vorarlberg passiert viel. Da kann man schnell den Überblick verlieren. Daher gehen die VN jeden Freitag weit über das Format der bloßen Event-Ankündigung hinaus. Persönlich und kompetent geben Redakteurinnen und Redakteure ihre Empfehlungen für Familienunternehmungen, Sport, Kultur, Events, Gastronomie, Bücher, Musik und mehr ab.
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Grande Finale mit karibischem Glanz

Ein Abschied, ein Blick über die Grenzen und ein Abend, der noch einmal bündelt, wofür das TAK in den vergangenen elf Jahren gestanden ist: Offenheit, Neugier, künstlerische Qualität und die Lust daran, das Publikum zu überraschen. Zum Ende der Spielzeit 2025/26 verabschiedet sich Intendant Thomas Spieckermann nach elf erfolgreichen Jahren vom TAK und von seinem Publikum. Gefeiert werden soll dieser Abschied nicht traurig und voller Wehmut, sondern schwungvoll, mit kurzen Reden und vor allem mit großartiger Musik, die aus der Karibik kommt und doch ganz in der Gegenwart steht.
Das Grégory Privat Trio gestaltet dieses Grande Finale mit einem Jazz, der kreolische Klangfarben, urbane Songstrukturen, elektronische Impulse und große pianistische Eleganz verbindet. In Liechtenstein ist Privat kein Unbekannter: Schon im Dezember 2024 begeisterte er im Vaduzer Saal als Pianist von Lars Danielssons „Liberetto“ mit seinen Soli. Nun kommt er mit eigenem Trio zurück. Seine Musik wirkt filigran und leidenschaftlich, rhythmisch hellwach und klanglich von hypnotischer Schönheit. Grégory Privat, 1984 auf Martinique geboren, zählt längst zu den prägenden Stimmen des zeitgenössischen Jazz. Ein Konzertabend als würdiger Abschied, der nach dem Konzert im Foyer seine Fortsetzung findet.
Der Hitze „entfliehen“

Angesichts der herrschenden Temperaturen gibt es nur zwei Möglichkeiten, der Hitze zu entkommen: Wasser oder ab in die Berge. Wobei Zweiteres nicht wirklich diesen Anspruch erheben darf, wenn ich Ihnen am Samstag den Montafon Arlberg Marathon ans Herz lege. Eine sportliche Herausforderung, die rund 1000 Teilnehmer:innen in die wunderschöne Bergwelt zwischen dem Silbertal und dem Zielort St. Anton am Arlberg lockt. So unterschiedlich die Laufstrecken auch sind, so imposant ist die Strecke, die in diesem Jahr vom Ländle ins Tirol führt. Neben der Marathonstrecke über 42,195 km und 1500 Höhenmeter sorgen die kürzeren Strecken wohl für mehr Idylle unter den Läufer:innen.
Sportlich bleibt noch der „T33-Trail“ über 33 km und 1150 Höhenmeter, dafür bietet der Panoramatrail (15 km/450 Hm) für die ideale Distanz für Einsteiger:innen. Schlussendlich bietet die „T33“-Strecke zusätzlich noch die Möglichkeit die Berge im Wandertempo zu erleben. Und bei den Kleinsten sorgen einfache Wald- und Wiesenwege über Kurzdistanzen im Silbertal dafür, dass Wettkampf-Atmosphäre aufleben darf. Dieser Trail, der zwei Täler, ja zwei Bundesländer verbindet, sorgt zudem dafür, dass wanderfreudige Familien am Rande des Weges die Teilnehmer:innen anfeuern können. Bestens geeignet hierfür ist nicht nur der Startbereich beim Feuerwehrhaus im Silbertal (ab 8 Uhr), sondern zudem der „Sagenwanderweg“, der „Bike &Hike“-Weg zum wunderschönen Langsee an der Grenze ins Tirol oder die leichte Wanderung zur Gafluna Alpe“ entlang des „Fellimännle“-Weges.
Deshalb mein Tipp: Ab in die Berge – und den Sonnenschutz nicht vergessen.
Sommer, Sonne, Sonnenschein

Auf die Frage, was man dieses Wochenende unternehmen könnte, gibt es eigentlich nur eine korrekte Antwort: Man suche sich einen Schattenplatz in Wassernähe, springe in besagtes Nass und genieße den Sommer. Nach der Abkühlung empfiehlt es sich, ausgiebig Literatur zu konsumieren. Anschließend sollte man sich erneut zur Wasserstelle der Wahl begeben, vorzugsweise in springender Form, um den vollen Abkühlungseffekt auszukosten. Mit einer Kugel – oder, je nach Tagesverfassung, auch deren vier – Eis lässt sich der weitere Tagesablauf perfekt einläuten. Und so weiter. Und so fort. Nach Hause geht es dann frühestens nach Sonnenuntergang.
Ich würde an dieser Stelle ja eigentlich schreiben: Wow, ich freue mich auf Maschek. Oder: Wahnsinn, endlich legt der Techno-Dampfer wieder ab. Auch: Der Sundaydance am Vetterhof lädt wieder ein. Und: Ich freue mich auf den Spieletag.
Aber sorry: Sie werden mich auf einer Liegewiese am Alten Rhein finden. Alles andere ist primär.
PS: Um beim Sport von Hans Krankl zu bleiben: Sonntag um 4 Uhr ist Pflicht. Es geht um die Wurst.
Einfach zusammenkommen

„Zemma ko, fein ha“ klingt doch nach dem perfekten Motto für das kommende Wochenende. Zusammenkommen kann man bei diesen Temperaturen gut am See oder bei Freunden zu einem Grillabend. Man kann aber auch kleine Veranstaltungen besuchen, etwa in Röthis.
Mit dem Ziel, Menschen zusammenzubringen, veranstalten Monika und Armin Ebenhoch auf ihrem Bauernhof in Röthis, Rautenastraße 40, ein „Musikfestle“. Am Samstag um 19 Uhr geht es los. Die Röthner Musig Combo wird die Gäste bis etwa 22 Uhr mit Blasmusik unterhalten. Da der Hof der Familie Ebenhoch ein Saft- und Mostbetrieb ist, wird es an Getränken nicht mangeln. Eine Kleinigkeit zu essen gibt es auch. Besonders spannend ist die Bühne beim achteckigen Stall. Dieser ist ein kleines architektonisches Kunstwerk. Da die Tiere aktuell auf der Alp sind, wurde der Stall gereinigt. Das Gelände bietet nun Platz für Veranstaltungen. Als echte „Begegnungsstätte“ beschreibt Monika ihren Hof.
Egal, wofür ihr euch entscheidet – baden, grillen, entspannen oder beim Musikfestle vorbeischauen: Genießt die Zeit mit anderen.