HLS Dornbirn feiert Maturapremiere

Der vor fünf Jahren gestartete Schultyp verabschiedete seinen ersten Maturajahrgang.
Dornbirn Das Büro von Direktorin Dagmar Waibel-Metzler wirkt schon recht aufgeräumt. In wenigen Wochen wird sie nicht nur die Schlüssel an ihren Nachfolger übergeben, sondern vor allem eine florierende Schule. Als sie vor vier Jahren mit 61 Jahren die Direktion der Höheren Lehranstalt “Sozialmanagement und Fachschule für wirtschaftliche Berufe” der Stadt Dornbirn in Haselstauden übernommen hat, startete der neue fünfjährige Schultyp gerade ins dritte Semester. Inzwischen ist die Schülerzahl von 116 auf 250 gestiegen, das Lehrkräfteteam auf 30 angewachsen, Projekte und Kooperationen wurden aufgebaut, Praktika etabliert und der erste HLS-Jahrgang hat seine Ausbildung erfolgreich abgeschlossen. Mission Schulaufbau gelungen!

Erfolgreiche Matura
“In den vergangenen vier Jahren gab es viele Premieren – die schönste war der gelungene Maturaauftakt mit 23 Absolventinnen, davon sechs Auszeichnungen und sieben gute Erfolge. Das ist ein großartiges Ergebnis, und fast hätten wir sogar die weiße Fahne geschafft”, freut sich Dagmar Waibel-Metzler, die mit Ende des Schuljahres in Pension geht. Auch für sie war vieles neu, denn die fünfjährige HLS ist die erste ihrer Art in Westösterreich. Um sie erfolgreich zu etablieren, brauchte es zahlreiche Gespräche sowie den Austausch mit erfahrenen Direktoren und Lehrpersonen dieses Schultyps. “Umso erfreulicher ist es, dass uns das dank unseres engagierten Lehrkräfteteams so gut gelungen ist”, betont die Direktorin.

Als besondere Erfolgsgeschichte bezeichnet sie die vielen Praktika. “In meinem ersten Jahr ist es gelungen, Erasmus+ an die Schule zu holen und damit internationale Aufenthalte zu ermöglichen”, erzählt sie. Über das Konsortium der Bildungsdirektion wurden Sprachreisen nach Spanien organisiert, über die Volkshochschule Hohenems Auslandspraktika vermittelt. 31 von 54 Schülern entschieden sich für ein Auslandspraktikum und absolvierten ihr achtwöchiges Pflichtpraktikum in sozialen Einrichtungen in Island, Finnland, Irland, Deutschland, Spanien, Malta, Kenia oder sogar New York. Auch in Vorarlberg konnten sie dank einer Mentor-Kooperation mit der Caritas Erfahrungen in der Praxis sammeln.

Weichen gestellt
Zu den Höhepunkten zählen außerdem die gelungene Schulsanierung sowie die neuen Lehrküchen im angrenzenden Neubau, der auch eine gemeinsame Turnhalle mit der Volksschule beherbergt. “Es ist ein schöner Campus mit hoher Aufenthaltsqualität entstanden”, sagt Waibel-Metzler. Im neuen Veranstaltungssaal Studa richtete die Schule kürzlich den Best Practice Award der humanistischen höheren Schulen Vorarlbergs aus. Gleich bei der ersten Teilnahme gelang ein großer Erfolg: Helena Anwander-Schrott und Pia Schwarz gewannen mit ihrer Diplomarbeit über das Sozialprojekt “PAMOJA-mitanand” den ersten Platz.
Eine weitere Premiere war der gemeinsame Schulball im Kulturhaus, der zugleich Maturaball der HLS und Abschlussball der dreijährigen Fachschule für wirtschaftliche Berufe war. Auch dort gab es eine Neuerung: Erstmals gründeten Schüler der dritten Klassen gemeinsam mit der Volkswirtschaftlichen Gesellschaft Junior Companies – zwei davon schafften den Sprung in die Landesauswahl. “An unserer Schule ist kein Tag wie der andere. Ich bin dankbar für die vergangenen vier Jahre, in denen ich den Schulaufbau mitgestalten durfte. Mir war es wichtig, etwas für die Gesellschaft zu bewirken und jungen Menschen gute Ausbildungsmöglichkeiten zu bieten”, sagt die Direktorin, die sich auf ihren neuen Lebensabschnitt freut.LCF