Staubiges Comeback für Autocross in Langen

Nach langer Pause wurde dem zahlreichen Publikum wieder viel Action geboten.
Langen “Hut ab vor jenen, die diese Veranstaltung organisierten”, brachte es Tobias Eckl vom Auto-Sport-Club Dingolfing bei der Siegerehrung auf den Punkt – es war ein gelungenes Rennwochenende, und er freue sich schon auf nächstes Jahr. Mit dem “Versprechen”, im kommenden Jahr wiederzukommen, brachte er die Veranstalter indirekt unter Zugzwang – und in der Tat standen auch beim Veranstalter alle Zeichen auf Wiederholung 2027.

Machte Lust auf mehr
Ein Rennwochenende 2027 kann sich auch der Motorsportclub vorstellen, denn eine erste Bilanz nach dem Rennen fällt positiv aus, wie Obmann Wilfried Hörmann und seine Kollegen durchklingen lassen. Autocross Langen 2026 machte Lust auf mehr, war auch der Tenor bei den zahlreichen Besuchern der spannenden Rennen, die die Motorsportler dank der Partnerschaft mit der Landjugend FLaKe (F-luh, La-ngen, Ke-nnelbach) perfekt über die Bühne bringen konnten.

“Wir haben 85 Mitglieder, ein paar sind wohl auf Urlaub, die restlichen praktisch alle dabei, mehr als 70 haben an den Renntagen und schon in der Vorbereitung Dienste übernommen”, ließen Fabian Eienbach und Mathias Weck stolz wissen. Die Unterstützung der Landjugend war denn auch notwendig, denn der Motorsportclub hätte allein das Personal für die Abwicklung der Veranstaltung nicht aufbringen können. Landwirt Bernhard Nenning hatte die Weichen für die Veranstaltung gestellt, indem er sowohl das Gelände für die Rennstrecke, das Fahrerlager, die Parkplätze usw. als auch die Location für die After-Race-Party und den Barbetrieb zur Verfügung stellte.

Im wahrsten Sinne staubtrocken
Die beiden Renntage brachten jede Menge spannenden Cross-Sport mit Rad-an-Rad-Duellen. Ein spektakulärer Kurs mit Rundenzeiten um 25 Sekunden sorgte dafür, dass den zahlreichen Zuschauern Action geboten wurde. Sowohl die Qualifikationsläufe am Samstag und Sonntagvormittag als auch die Finalrennen brachten alles, was Motorsportfreunde erwarten.

Mehr als 30 Grad im Schatten und glühende Sonne sorgten im wahrsten Sinne des Wortes für staubtrockene Rennen – da waren Tausende Liter Wasser, die aufgebracht wurden, nicht mehr als ein Tropfen auf den heißen Stein – die Boliden rauschten bald wieder durch die von ihnen aufgewirbelten Staubwolken.

Triumphe und Dramen nahe beieinander
Bis zum Finale, bei dem die Besten ihrer Klasse gegeneinander antraten, gab es viele verbissene Fights, Crashs, sogar abgebrochene und neu gestartete Läufe, von den Fans umjubelte Triumphe, aber auch Dramen.

Ein solches betraf leider auch Publikumsliebling Josef Rosti Greber, der in seiner Klasse souverän durch die Qualifikationsläufe raste, viermal als Sieger abgewunken wurde und sich einmal mit einem Reifenschaden noch auf Platz zwei kämpfte, dann aber in der vorletzten Finalrunde mit einem technischen Defekt Mühe hatte, seinen Vorsprung ins Ziel zu retten. “Die Antriebskette ist herausgesprungen, das ist mir in mehr als 40 Jahren noch nie passiert …”, stand er enttäuscht im Fahrerlager, denn der Schaden war bis zum Superfinale nicht mehr zu beheben. Dort musste auch der Dornbirner Klassensieger Rene Kobras, der mit 23,033 Sekunden die schnellste Runde fuhr, passen.

Noch enttäuschter stand der Schweizer Rene Baumgartner beim Superfinale neben der Rennstrecke. Seine Klasse hatte er trotz Reifenschadens gewonnen, hauchdünne 67 Tausendstelsekunden Vorsprung auf Rene Ochsner ins Ziel gerettet. Damit war für Ochsner der Weg frei zum Tagessieg im Superfinale. STP















