Pioneers als Wundertüte

VN / 16.08.2026 • 16:45 Uhr
Ben Summer, Brycen Martin und Keeper Leon Sommer zeigten sich am Wochenende erstmals den Pioneers-Fans. (Foto: PIV/Dorner)
Ben Summer, Brycen Martin und Keeper Leon Sommer zeigten sich am Wochenende erstmals den Pioneers-Fans. (Foto: PIV/Dorner)ABR

Am Dienstag wartet auf die Feldkircher der erste Härtetest gegen Thurgau.

Feldkirch Was steckt in den Pioneers für die kommende Saison? Diese Frage beschäftigte am vergangenen Wochenende rund 200 Fans, die beim offiziellen Saisonauftakt in der Vorarlberghalle vorbeischauten. Zwar lieferte dieser natürlich noch keinen Aufschluss über das Leistungsvermögen der jungen Truppe, aber das Drei-gegen-Drei-Spiel und ein Penaltyschießen weckten zumindest Vorfreude auf die neue Meisterschaft, die in gut einem Monat startet. „Wir erlebten einen richtig guten Abend mit vielen Fans. Solche Veranstaltungen besitzen für das gesamte Team und die Organisation einen enormen Wert, um diesen Zusammenhalt von Beginn an zu spüren“, betonte der neue Pioneers-Trainer Marko Ojanen.

Maximum ausgeschöpft

Im Vergleich zum Vorjahr standen 15 neue Spieler am Eis. Mit Leo Woborsky, Ben und Aron Summer sowie Mathias Mader und Torhüter Alex Caffi verblieben lediglich fünf Akteure aus der Vorsaison im Kader. Zudem kämpfen der 19-jährige Wiener Nick Rock und der 21-jährige US-Amerikaner Eisen Nee als Tryout-Spieler um einen Vertrag bei den Montfortstädtern. „Wir stellen nicht nur das jüngste Liga-Team, sondern starten im fünften ICE-Jahr so jung wie noch nie“, erklärt Sportdirektor Michael Lampert. Gleich 13 Pioneers-Cracks sind jünger als 25 Jahre. „Wir holten mit unseren finanziellen Möglichkeiten das Maximum heraus. Ich blicke jedoch mit voller Überzeugung auf unsere Konkurrenzfähigkeit“, betont Lampert. Er schließt jedoch nicht aus, dass in den kommenden Wochen noch weitere Tryout-Spieler zu den Feldkirchern stoßen.

Klare Trainer-Philosophie

Pioneers-Coach Marko Ojanen verlangt von Anfang an Leistung. (Foto: Volker Schöller)
Pioneers-Coach Marko Ojanen verlangt von Anfang an Leistung. (Foto: Volker Schöller)ABR

Eine zentrale Stellschraube bildet das Trainergespann um Ojanen und Co-Trainer Tony Virta. Die beiden finnischen Coaches bringen reichlich Erfahrung in der Arbeit mit Rookies und Routiniers mit. Zudem messen beide einer konsequenten defensiven Disziplin hohen Stellenwert bei. „Am Ende zählt einzig die Leistung – egal, wer aufläuft“, stellt Ojanen klar. Einen Vorgeschmack lieferte bereits die erste Trainingswoche, in der das Trainerduo die Mannschaft intensiv forderte. „Das war schon ziemlich anstrengend“, berichtet der 19-jährige Ben Summer, der nach 25 Saisoneinsätzen im Vorjahr nach mehr Spielanteilen strebt. „Die fehlende Routine kompensieren wir durch maximalen Einsatz“, verspricht der Stürmer. Hochmotiviert zeigt sich auch Neuzugang Dominik Prodinger. Der 22-jährige Villacher, der erstmals das Adler-Dress ablegt, möchte seine Chance im Ländle nutzen: „Hier erhalte ich die Möglichkeit, meiner Karriere neuen Schwung zu verleihen. Eishockey soll mir wieder richtig Spaß machen.“

Neuzugang Dominik Prodinger möchte in Feldkirch wieder richtig Spaß am Eishockey haben. (Foto: PIV/Dorner)
Neuzugang Dominik Prodinger möchte in Feldkirch wieder richtig Spaß am Eishockey haben. (Foto: PIV/Dorner)ABR

Thurgau als erster Gradmesser

Am Dienstag folgt im Vorbereitungsspiel gegen den Schweizer Zweitligisten HC Thurgau die erste echte Standortbestimmung. Für die Eidgenossen markiert die Partie nach zwei knappen Niederlagen gegen Kloten und Innsbruck bereits den dritten Testlauf. Im Heimspiel fordert Headcoach Ojanen vollen Einsatz: „Alle Spieler müssen ‘All-in’ gehen und beweisen, dass sie verstehen, was wir von ihnen verlangen. Das Ergebnis ist Nebensache.“ Das Duell beginnt um 19:30 Uhr in der Vorarlberghalle.