Nach 25 Jahren Ehe: Der Ex-Frau mit gemeinsamem Fenstersturz gedroht

Scheidung war bereits erledigt, doch Ex-Gatte wollte weiterhin Treffen.
Feldkirch “Die ungarische Sprache birgt viele Missverständnisse”, behauptet der 59-jährige Angeklagte bei der Verhandlung am Landesgericht. Seine Frau hingegen gibt ganz klar zu Protokoll, dass von einem Missverständnis nicht die Rede sein könne. Das Paar war 25 Jahre verheiratet, beide sind berufstätig, haben zwei gemeinsame Kinder, die mittlerweile beinahe erwachsen sind und ihr eigenes Geld verdienen.
Der einvernehmlichen Scheidung stimmte der Berufskraftfahrer zu, doch er wollte seine Frau weiterhin sehen. Alle 14 Tage einen Kaffee trinken oder sich sonst treffen. Die Ex-Gattin lehnte ab. Er wollte die Frau jedoch nicht gehen lassen.
Diverse Drohungen
Einmal malte er ein düsteres Szenario, dass er mit ihr gemeinsam aus dem Fenster springen werde. Dann rief er sie ununterbrochen an, beim achten Anruf nahm sie ab. Er fragte, ob sie wolle, dass die Kinder keine Eltern mehr haben, Bregenz sei klein und er könne ihr jederzeit irgendwo begegnen. “Du wirst sehen, was passieren wird. Ich habe nichts zu verlieren, auch wenn ich zwanzig Jahre ins Gefängnis muss, das ist mir egal”, so seine Angstmache. Die Frau hat tatsächlich Angst. Sogar im Verhandlungssaal, wo der Mann bei ihrer Aussage anwesend ist. Sie schläft schlecht und befürchtet echte Rache.
2400 Euro Buße
Der Angeklagte beteuert, nun endgültig damit abgeschlossen zu haben, dass seine Ex-Frau nichts mehr von ihm wissen will. Seit dem Vorfall ist Ruhe. Ihm sei einiges “herausgerutscht”, aber das habe er natürlich nicht so gemeint, und in der Hitze des Gefechts sage man einiges, so seine Angaben. Er kommt nochmals mit einer Diversion und 2400 Euro Buße davon, seine Frau bekommt von ihm 100 Euro Teilschmerzengeld. Das Urteil ist rechtskräftig.