Die Seepromenade wurde zur Erlebnismeile

Wo zwei Tage gefeiert wurde, lud am Sonntag die Hafenpromenade zum Familienerlebnis ein.
Bregenz Das Feuerwerk vom Samstag war verklungen, zum beschaulichen Sonntagmorgen – dem dritten und letzten Tag des Bregenzer Hafenfests 2026 – kamen wie gewohnt viele Familien. Wo zwei Tage gefeiert wurde, lud am Sonntag die Hafenpromenade zum Erleben ein. Und es trafen sich die Vorarlberger und Gäste zum Frühschoppen ganz traditionell mit Blasmusik.
Das kulinarische Angebot war auch am Sonntag breit gefächert. Zwölf Festwirte verwöhnten die Gäste wie auf einem Streetfoodfestival. Besucher konnten über den bunten Kreativmarkt schlendern und ein Stück gelebte Heimat am Bodenseeufer genießen.

Blasmusik zum Frühschoppen
Um 11 Uhr betrat der Musikverein Fluh die Hauptbühne. Es folgten die Stadtmusik Bregenz und die Stadtkapelle Bregenz-Vorkloster. Am Wasser saßen viele bei Sonnenschein zwischen den Bäumen im Park und genossen die Atmosphäre.

Die Musiker Renate, Fabian und Matthias von der Stadtmusik Bregenz freuten sich über das “Super-Event”, das Treffen mit all den Kollegen, und der Obmann-Stellvertreter Vincent Großkopf wurde dazugeholt. Spontan dankte er dem Stadtmarketing und seinem Chef. Als Referent des Bürgermeisters weiß er, wie viel Arbeit ein solch fröhliches Traditionsfest erfordert: “Wunderbar ist das diesjährige Rahmenprogramm, und auch die Kulinarik ist vielseitiger, hier kommt jeder auf seine Kosten.”

Zwischen Kunsthandwerk und Seeblick
Parallel zum musikalischen Programm öffnete – wie schon am Samstag – auch am Sonntag von 11 bis 19 Uhr der Kreativmarkt seine Stände. Er erstreckte sich direkt entlang der Hafenpromenade. Die zehnjährige Leonie aus Lauterach, die mit ihrer Freundin Pia ihrem Papa Johannes von G7 Druck beim Verkaufen half, erzählte: “Wir haben gestern schon am Stand vom Papa vorbeigeschaut, und es war voll cool, heute am Familientag wollten wir beim Verkaufen unserer Sachen mitmachen.” Johannes freute sich sehr über die Unterstützung und lobte den wunderbaren Standplatz: “Alle Nationalitäten und Generationen kommen zum Markt, und ich habe hier die schönste Aussicht in Vorarlberg.”

Wenn die Kleinen die Größten sind
Für die kleinen Gäste war ein Kinderprogramm mit Hüpfburg, Kinderschminken, Slackline und XL-Spielen unter den Bäumen im Schatten aufgebaut. Familien liefen von Station zu Station und freuten sich über großartige Stelzenläufer oder übten gemeinsam auf der Slackline. Kalea kam mit den Großeltern per Schiff zum Bregenzer Hafenfest. “Wir kommen jedes Jahr für diesen gemeinsamen Spielnachmittag am See”, sagte Opa Thomas, um direkt wieder beim Balancieren helfend zur Seite zu stehen.

Kinder und Jugendliche konnten außerdem ganz individuell und in aller Ruhe unter den Bäumen verschiedene Keramiktassen bemalen und T-Shirts selbst gestalten. Sehr professionell sahen die Sachen aus, und wir sprachen eine Familie an. Andreas und Nikole kamen seit Jahren zum Hafenfest, jetzt mit den Töchtern bevorzugt am Sonntag. Die ältere Anna-Lena zeigte stolz ihr Kunstwerk: “Drei Schablonen habe ich genommen und dann mit einem Schwamm die Farbe aufgetupft. Jetzt gehen wir spazieren, und meine Mama hat es zum Trocknen an den Kinderwagen gehängt.”

Es war ein Stück gelebte Tradition mitten in der Stadt, denn die Kulisse am Seeufer zieht eben nicht nur Partygäste oder Blasmusikfans an, sondern verlässlich alle, die den Spätsommer in der Heimat schätzen. HUB

