Höchster Frauen spielen erstmals Vorarlbergliga

Am Samstag startet die neue Saison mit einem Heimspiel.
Höchst Für die Fußballerinnen des FC Höchst beginnt am kommenden Samstag ein neues Kapitel: Erstmals tritt die Mannschaft in der Vorarlbergliga an. Zum Auftakt ist um 10 Uhr der SCR Altach 1c im Rheinaustadion zu Gast. Möglich macht das eine Zusammenlegung der bisherigen zwei Vorarlberger Ligen, da nicht genügend Teams für einen getrennten Spielbetrieb gemeldet waren.
“Im Sinne des Frauenfußballs begrüße ich das Zusammenlegen, da ansonsten ein Landesligabetrieb aufgrund zu weniger Mannschaften nicht wirklich möglich gewesen wäre”, argumentiert der Sportliche Leiter Michael Mathis. Er sieht darin vor allem eine Chance für den heimischen Frauenfußball, auch wenn er weiß, dass die neue Liga eine deutlich höhere Qualität mit sich bringt. Schließlich treffen die Höchsterinnen nun auch auf die Vorarlbergligisten der Vorsaison. Statt Druck steht in Höchst aber weiter der Fortschritt im Vordergrund: “Diese Zusammenlegung wird sportlich eine Herausforderung. Wir werden versuchen, an unserer Taktik zu feilen und das Jahr als Lernprozess für unsere weitere Entwicklung zu sehen.” Das Ziel formuliert er klar: “Auf der letzten Saison aufbauen und sportlich reifen.”
Personelle Veränderungen
Auch personell gab es beim FC Höchst Bewegung: Mit Sophia Keck (VfB Hohenems), Antonia Klocker, die zuletzt ein Jahr im Ausland verbracht hat und zuvor beim FC Lustenau spielte, sowie Neuzugang Georgia-Maria Stravakidou im Tor hat sich der Kader gleich an mehreren Positionen verstärkt. Im Gegenzug hat Vanessa Schuchter den Verein für ein Auslandsjahr verlassen, und Melanie Bitriol hat ihre Karriere nach vielen Jahren beendet – auch wenn sie gelegentlich aushelfen wird.
Die Vorbereitung verlief für die Höchsterinnen nicht ganz reibungslos, da die Personaldecke sehr ausgedünnt daherkam. Nun entspannt sich die Situation zusehends. Mathis blickt daher durchaus optimistisch nach vorne und freut sich, dass in den kommenden Wochen wieder mehr Optionen zur Verfügung stehen. Kreativ gelöst wurde das schmale Aufgebot in der Vorbereitung: In einem Testspiel schlossen sich die Frauen mit den U16-Juniorinnen zusammen, die dadurch bereits erste Erfahrungen im Frauenfußball sammeln konnten. Mit dem Saisonstart in der neuen, anspruchsvollen Liga wartet nun die nächste spannende Etappe auf die Höchster Fußballerinnen.