Seven Summits war ein Festival der Rekorde

Die 18. Auflage der Extrem-Tour sah 367 Läuferinnen und Läufer und 81 Rookies im Ziel.
Schröcken Was 2009 mit 30 “Abenteurern” begann, hat sich heuer bei der 18. Auflage endgültig als Rekord-Festival etabliert: Insgesamt 367 Läuferinnen und Läufer absolvierten die 48 km Streckenlänge und 4300 Höhenmeter über jene sieben Gipfel, die das Gemeindegebiet von Schröcken eingrenzen. Dazu gingen 81 “Rookies” auf die kleine Tour, rund 19 km Streckenlänge über Alpe Felle und Fürggele zum Hochberg und über die Biberacher Hütte zurück zum Start auf dem Kirchenbühel.

Volksfest-Stimmung
Es waren nicht nur die vielen Aktiven, die – je nach Leistungsvermögen – zwischen 2 und 5 Uhr starteten, auch die vielen Fans, die ab etwa Mittag mit Transparenten, Trompeten und Glocken am Kirchenbühel eintrafen, um die Läuferinnen und Läufer im Ziel zu beglückwünschen, sorgten bei Start und Ziel für Riesenstimmung.

Unter einem besonderen Aspekt
Seit der ersten Veranstaltung vor 17 Jahren findet die Seven-Summits-Tour als Benefiz-Event statt, mit dem die internationale Hilfsorganisation Rokpa Projekte vorrangig im Himalaya – Nepal und Tibet – unterstützt. Wohin die Spendengelder heuer fließen werden, muss nicht näher erläutert werden – “Wir unterstützen die Hilfsaktionen im Katastrophengebiet”, so Eric Leitner, Länderrepräsentant von Rokpa Österreich, der auch federführend für die Veranstaltung verantwortlich ist, und sein Freund und Nepal-Experte Alwin Leitner.

“Ein großartiges Team von fast 100 Helferinnen und Helfern, die in vielfältigen Funktionen tätig waren, hat Seven Summits möglich gemacht”, wie Eric Leitner betont.

“Die Mithilfe vieler war auch Voraussetzung dafür, dass wir heuer mehr Teilnehmer als jemals zuvor annehmen konnten. Schon im Vorfeld wurde der Weg ausgeschildert, und wenn dann Hunderte Aktive unterwegs sind, sind viele Streckenposten erforderlich – um im Fall der Fälle, dass es zu Verletzungen, Erschöpfung oder anderen Problemen kommt, zur Stelle zu sein. Wir dürfen aber feststellen, dass die körperliche Verfassung der Teilnehmerinnen und Teilnehmer von Jahr zu Jahr besser wird und die Tour deshalb lange vor Einbruch der Dunkelheit beendet werden kann.” Um 19:16 Uhr kamen die letzten Teilnehmer zusammen mit den altbewährten “Besenmännern” Martin Dalmonego und Markus Stangl ins Ziel, und Moderator Martin Bischof und Angela Schwarzmann im “Rechenzentrum” konnten einen langen Arbeitstag beenden.

Stundenlang hatten sie das zahlreiche Publikum bestens über den Verlauf der Tour informiert, Bischof gratulierte jedem Finisher persönlich per Handschlag und geleitete zum “Gschafft-Erinnerungsfoto”.

Gams als einzige Trophäe
Das Spezielle an diesem Event: Es gibt keine Rangliste, keine Preise, keine Siegerehrung – weil jeder ein “Sieger” ist. Eine Trophäe gibt es aber doch: “Für eine Persönlichkeit, die sich um Seven Summits verdient gemacht hat, gibt es als Anerkennung die Schröckener Gams, die heuer an Hermann Kaufmann verliehen wurde. Der langjährige Gönner war heuer sogar aktiv dabei – gemeinsam mit Sohn Benedikt und Enkel Jonathan auf der Rookie-Tour.”

Und weil am Ende doch ein wenig “Sportsgeist” Platz greifen darf: Schnellster Läufer war der ehemalige Spitzen-Triathlet Thomas Meusburger, der mit Streckenrekord von 8:05,00 Stunden Julian Dietrich um 17:46 und Johannes Fink um 23:41 Minuten hinter sich ließ. Schnellste Läuferin war Christina Sautner in 9:32,11 Stunden. Auf der Rookie-Tour gab es eine Sensation: der Holländer Alexis Hurtaut ließ als extremer Flachländer alle bergerfahrenen Konkurrenten hinter sich. STP













