Markt, Käseprämierung und Holzerbewerb

Schwarzenberg erweitert Programm der Traditionsveranstaltung mit spektakulärem Wettkampf
Schwarzenberg Am Samstag, 19. September, ist in Schwarzenberg von neun bis 17 Uhr wieder Markt. Seit mehr als 400 Jahren hat Schwarzenberg eine große Markttradition, die im Laufe der Zeit mehr und mehr geschrumpft ist und vor gut drei Jahrzehnten fast gänzlich von der Bildfläche verschwunden war, ehe eine innovative Gruppe um Lothar Fetz, Reinhard Lechner und einige andere Pioniere diese Tradition wiederbelebte und neue Akzente setzte, die Schwarzenbergs Alptag und Markt wieder zu einem Mega-Event in der Region machten.

Neustart zum Jubiläum
1993 erinnerten die Initiatoren mit dem “ersten neuen Alptag & Markt” beim 400-Jahr-Jubiläum dieser Veranstaltung an die frühere Bedeutung: Schwarzenberg war bei seinem Markt durch Jahrhunderte Treffpunkt der Viehhändler aus “halb Europa”. Noch in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts – also vor etwa 150 Jahren – wusste die Chronik zu berichten, dass beim Schwarzenberger Vieh- und Krämermarkt Einkäufer aus aller Herren Länder insgesamt 1200 Kühe, 750 Rinder, 300 Stiere und Ochsen, 200 Kälber und 300 Schweine erwarben. Vieh, das am Vortag von den Alpen zurückgekehrt war.

Tradition im Wandel
Vieh kehrte zwar 1993 beim reaktivierten Alptag nach wie vor nach Schwarzenberg zurück, verkauft wurde es aber nicht mehr, und beim Markt 1993 standen Traditionspflege und Geselligkeit im Mittelpunkt – und die Sonderschau “Natur und Leben Bregenzerwald”, aus der die 1998 “eröffnete” KäseStraße weiterentwickelt wurde.
Der Alptag wurde im Laufe der Zeit vom Markt abgekoppelt und findet heute aufgesplittet statt. Der größte Teil der heimkehrenden Herden trifft schon eine Woche vor dem Markt in Schwarzenberg ein. Und beim Markt wird statt Vieh Käse der Alpsenner und Talsennereien prämiert – bis heute der Schwerpunkt des Marktes.

Neue Attraktion
Im Vorjahr kam zum Markt eine große Forstschau hinzu, und heuer wird den Forstarbeitern eine Bühne geboten, um sich beim 1. Bregenzerwälder Holzerbewerb messen zu können. In den Disziplinen Fallkerb- und Fällschnitt, Kombinationsschnitt, Blochrollen und Durchhacken werden die Meister ermittelt. Im Showbewerb “Beißen” geht es dann darum, den rund einen Festmeter großen Holzblock vom Zwei-Mann-Team in der vorgegebenen Zeit möglichst weit zu “transportieren”. STP

