Pfarrer Friedel ist am Hochtannberg angekommen

Schröcken war die dritte “Willkommen-Station” für den neuen Seelsorger Friedel Kaufmann.
Schröcken Schulbeginn und nahender Herbst sind auch für die Diözese Marksteine: Per 1. September werden manche Pfarreien und Pfarrverbände neu besetzt, wechseln Seelsorger in einen neuen Wirkungsbereich und werden dort herzlich willkommen geheißen. Nach 14 Jahren am Tannberg hat Johannes Kolasa den Pfarrverband Schoppernau, Warth, Schröcken verlassen, um künftig in Nenzing tätig zu sein. Kolasas Nachfolge trat Friedel Kaufmann an, der seine Vorstellungs-Tour nach Schoppernau und Warth in Schröcken abschloss.

Er sei der Friedel, mit Hochwürden habe er nichts am Hut, meinte er bei seinem festlichen Amtsantritt schmunzelnd und ging in seiner Predigt auf den Gemeinschaftssinn und die Symbolik der Hände ein. Unter anderem wies er darauf hin, dass man mit den Händen in der Tasche nichts bewegen könne und deshalb aufgefordert sei, gemeinsam anzupacken. Dessen ungeachtet dürfe man die Hände nach getaner Arbeit auch ruhig einmal in den Schoß legen und innehalten, aber auch zum Gebet falten. Und was für die Gemeinschaft wichtig ist: dem anderen die Hand zu reichen, bedeute, dass man ihn wahrnehme.
Wahrnehmen und kennenlernen wolle er nun seine neuen Pfarrfamilien in Schoppernau und am Hochtannberg. Nach zwei Jahrzehnten in Egg freue er sich auf seine neue Aufgabe in einem völlig anderen Umfeld, so der Pfarrer.

“Du sollst dich rasch zu Hause fühlen”
In seiner Begrüßung nahm Bürgermeister Stephan Schwarzmann das “Angebot” des neuen Seelsorgers gerne an und betonte: “Mit großer Freude dürfen wir dich, lieber Friedel, in unserer Mitte willkommen heißen.”
Ein Wechsel in eine neue Gemeinde sei immer mit Erwartungen und vielen neuen Begegnungen verbunden. “Deshalb wünsche ich dir, dass du dich bei uns rasch zu Hause fühlst, offene Türen vorfindest und viele Menschen kennenlernst, die dich auf deinem Weg begleiten.”

Als Willkommensgeschenk gab es für Friedel einen Rucksack und ein originelles Versprechen: “Lieber Friedel, wir wissen, dass in Schröcken nicht nur der Glaube fest sein muss, sondern im Winter auch die Bodenhaftung. Deshalb spendieren dir die Gemeinden Schröcken und Warth als Begrüßungsgeschenk den nächsten Satz Winterreifen, damit du uns stets sicher, pünktlich und unfallfrei erreichen kannst.”

Trachtensonntag am Tannberg
Am Sonntag, 12 Uhr, steht nun die traditionelle Messe auf dem Simmel auf dem Programm und voraussichtlich in der zweiten Oktoberhälfte – so es das Wetter zulässt – der Transport des Gipfelkreuzes auf die Juppenspitze. Gesegnet wurde dieses einzigartige Kreuz nach dem Antrittsgottesdienst. Ergänzt und aufgewertet wurde der feierliche Amtsantritt auch durch den traditionellen Trachten-Sonntag, zu dem sich viele Trachtenträgerinnen und -träger aus Schröcken, Warth und Lech trafen.

Begrüßt wurde Pfarrer Friedel auch von den Alphornbläsern Warther Horn. Dass sich der Musikverein Schröcken entschuldigte, dafür gab es vollstes Verständnis, mussten sich Musikantinnen und Musikanten erst vor wenigen Tagen von ihrem verstorbenen Kameraden Roland Schwarzmann, der 34 Jahre als Obmann wirkte, verabschieden.

Mit Mittagessen und gemütlichem Beisammensein klang die Amtseinführung im Berghaus-Gastgarten aus. Dass dabei mit Egger-Sonnenschirmen ein wenig Heimweh-Atmosphäre geschaffen wurde, “habe ich gar nicht wahrgenommen, aber jetzt, wo du’s sagst”, lachte Hochwürden – pardon: Friedel. STP










