Obrist-Insolvenzen: Keine Sanierung, sondern sofortige Schließung

Insolvenzverfahren bei Obrist Powertrain und Obrist Technologies eröffnet.
Lustenau Nun ist es offiziell: Am Mittwoch wurden bei der Obrist Powertrain GmbH und der Obrist Technologies GmbH die Insolvenzanträge eingebracht, die Konkursverfahren sind damit eröffnet.
Interessanter Fakt: In beiden Fällen wird eine Fortführung oder Sanierung aus heutiger Sicht ausgeschlossen. Die Unternehmen sollen vielmehr sofort geschlossen werden.

Bei der Obrist Technologies GmbH sind keine Dienstnehmer betroffen. Das Unternehmen hat derzeit zehn Gläubiger und Verbindlichkeiten von rund 6 Millionen Euro. Davon entfallen rund 5,4 Millionen Euro auf Forderungen der Gesellschafter. Zum Masseverwalter wurde der Dornbirner Rechtsanwalt Gernot Klocker bestellt. Aus dem Insolvenzantrag geht hervor, dass das Unternehmen zahlungsunfähig ist.
Bei der Obrist Powertrain GmbH sind neun Dienstnehmer vom Konkurs betroffen. Hier gibt es derzeit 34 Gläubiger. Die Verbindlichkeiten belaufen sich auf rund 18,8 Millionen Euro. Davon entfallen rund zwölf Millionen Euro auf Banken und etwa 6,5 Millionen Euro auf Gesellschafterforderungen. Zum Masseverwalter wurde der Dornbirner Rechtsanwalt Tobias Gisinger bestellt.

Hinzu kommt die Obrist DE GmbH mit Sitz in Lindau. Die deutsche Gesellschaft beschäftigt fünf Mitarbeitende und weist rund 6,8 Millionen Euro Verbindlichkeiten auf. Insgesamt geht es damit um rund 31,8 Millionen Euro.
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Laut Angaben aus dem Unternehmen entfällt der Großteil dieser Summe auf interne beziehungsweise besicherte Positionen. Dazu zählen Intercompany-Kredite, Gesellschafterdarlehen, Bürgschaften und Immobilien.

Die Prüfungs- und Berichtstagsatzungen für die beiden österreichischen Insolvenzverfahren finden am 16. November 2026 statt. Dabei werden die wirtschaftlichen Verhältnisse der Unternehmen und die angemeldeten Forderungen näher geprüft.