Markt und Genuss am Schrunser Kirchplatz

Der Schrunser Buratag bot Markt, Kostproben und die 25. Prämierung des Montafoner Sura Kees.
Schruns Bei strahlendem Herbstwetter wurde der Schrunser Kirchplatz am Samstag zum Treffpunkt für Einheimische und Gäste. Der traditionelle Buratag lockte zahlreiche Besucherinnen und Besucher ins Ortszentrum und bot mit Krämermarkt, regionalen Produkten und der traditionellen Sauerkäseprämierung ein vielseitiges Programm. Rund um den Kirchplatz herrschte reger Betrieb, an den Verkaufsständen wurde geschaut, eingekauft und vor allem auch viel gekostet.

Besonders die Montafoner Alpen präsentierten eine große Auswahl an regionalen Spezialitäten. Käse- und Wurstwaren konnten direkt an den Ständen probiert werden, und die angebotenen Kostproben wurden gerne angenommen. Auch der Krämermarkt sorgte mit seinem vielfältigen Angebot für zusätzlichen Betrieb. So wurde der Buratag einmal mehr zu einem Schaufenster für die bäuerliche Landwirtschaft und die kulinarische Vielfalt des Montafons.

Hohes Niveau
Eine Tradition fehlte heuer allerdings: Die Ausstellung der Kühe und Rinder fand aufgrund der TBC-Situation nicht statt. Damit entfiel ein sonst fixer Bestandteil des Buratags. Der Stimmung auf dem gut besuchten Kirchplatz tat dies jedoch keinen Abbruch.

Im Mittelpunkt stand auch heuer wieder eines der bekanntesten Leitprodukte der Region: der Montafoner Sura Kees. Bereits zum 25. Mal trafen sich Sauerkäserinnen und Sauerkäser aus dem Tal zur traditionellen Sauerkäseprämierung und stellten ihre Produkte einer fachkundigen Jury. “Das Niveau ist unglaublich hoch, da entscheiden oft nur Nuancen über die Reihung “, so Fritz Metzler von der Landwirtschaftskammer. Insgesamt 20 Sura Kees waren in diesem Jahr zu beurteilen. Juryvorsitzender Fritz Metzler zeigte sich über die hohe Qualität der eingereichten Käse besonders erfreut.

Köstlichkeiten von den Alpen
Bei der Bewertung mussten die Jurymitglieder genau hinschauen, riechen und natürlich auch verkosten. Nach festgelegten Kriterien wurden das äußere Erscheinungsbild, die Teigeigenschaften, Konsistenz und Farbe sowie Geruch und Geschmack beurteilt. Oft entschieden feine Unterschiede darüber, welcher Käse in seiner Kategorie die Nase vorn hatte.
Der Sura Kees blickt im Montafon auf eine lange Tradition zurück. Der Sauermilchkäse wird auf den Alpen seit Beginn der Nutzung der Bergweiden hergestellt und ist bis heute eng mit der regionalen Landwirtschaft verbunden. Unterschieden wird zwischen der traditionellen Produktionsweise mit Naturreifung und einer neueren Methode, bei der spezielle Kulturen eingesetzt werden.

Bei der neuen Produktionsmethode setzte sich in der Kategorie “Sauerkäse jung” Bernd Stocker von der Alpe Innerkapell durch. In der Kategorie “Sauerkäse alt” überzeugte Hubert Dobler von der Alpe Gafluna. Bei der traditionellen Produktionsweise ging der Sieg bei den jungen Käsen an Veronika und Christian Kartnig von der Alpe Garnera. Florian Battlogg von der Alpe Spora gewann die Kategorie der gereiften Käse.

Zu den Tagessiegern 2026 kürte die Jury Hubert Dobler von der Alpe Gafluna in der neuen Produktionsmethode sowie Veronika und Christian Kartnig von der Alpe Garnera in der traditionellen Herstellung. Unter den Gratulanten befanden sich auch Landesrat Christian Gantner, Landtagsvizepräsidentin Monika Vonier und Landesbäuerin Esther Bitschnau.
Bei bestem Wetter, zahlreichen Marktständen und vielen regionalen Köstlichkeiten zeigte sich der Buratag damit auch ohne Viehausstellung einmal mehr als beliebter Treffpunkt bei dem Tradition, Landwirtschaft und Genuss gleichermaßen im Mittelpunkt stehen. STL











