Neustart für Dornbirner Kultlokal – was jetzt im „Grünen Pavillon“ entsteht

VN / 08.10.2026 • 10:39 Uhr
Neustart für Dornbirner Kultlokal – was jetzt im „Grünen Pavillon“ entsteht
Sebastian Ganahl ist Fotograf, Filmemacher und Model. Jetzt erfüllt er sich gemeinsam mit Gastronom Tarkan Koc den Traum vom eigenen Café.Alexandra Serra

Nach fast 30 Jahren endete im Frühjahr in der Markstraße eine Ära. Nun übernehmen zwei bekannte Gesichter – und wollen in dem ehemaligen Szene-Lokal neue Maßstäbe setzen.

Dornbirn Braucht es in Zeiten stark gestiegener Kosten und Personalmangels Mut, ein neues Lokal zu eröffnen? Für Sebastian Ganahl (29) und Tarkan Koc (52) lautet die Antwort: Nein. “Wenn man etwas richtig macht und sich voll reinhängt, klappt es. Man muss nur dran glauben”, sind die beiden überzeugt.

Neustart für Dornbirner Kultlokal – was jetzt im „Grünen Pavillon“ entsteht
Die Unternehmer wollen mit dem “Café Primi” einen neuen Maßstab in Dornbirn setzen.Alexandra Serra

Genau das will das Duo nun unter Beweis stellen. Gemeinsam hauchen Ganahl und Koc dem ehemaligen Szene-Lokal “Grüner Pavillon” neues Leben ein. Der bekannte Dornbirner Party-Hotspot hat im März aufgrund einer Insolvenz nach knapp 30 Jahren seine Türen geschlossen. Nun soll dort mit dem “Café Primi” ein neues gastronomisches Konzept entstehen. Die Eröffnung ist für Ende des Jahres geplant.

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Kennengelernt haben sich die beiden im Café Momo in Feldkirch, das Tarkan Koc vor vier Jahren eröffnet hat. “Ich war dort Stammgast, und mit der Zeit ist daraus eine Freundschaft und Zusammenarbeit entstanden”, erzählt Sebastian Ganahl. Der 29-Jährige arbeitet als selbstständiger Fotograf und Filmemacher und ist auch international als Model tätig.

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Möbel und Einrichtungsgegenstände sind bereits ausgeräumt. Ende des Jahres soll das Lokal neu eröffnen. Ein genauer Termin steht noch nicht.Alexandra Serra

Vor rund einem Jahr entstand die Idee, ein gemeinsames Café zu eröffnen. Mit seiner Größe und zentralen Lage bietet der ehemalige „Grüne Pavillon“ laut Ganahl und Koc dafür ideale Voraussetzungen. Für Tarkan Koc ist der Ort zudem mit vielen Erinnerungen verbunden. “Da waren wir früher natürlich sehr oft, das war für uns eine Stammbeiz”, erzählt der 52-Jährige.

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Das “Pavi”, wie man das Lokal auch nannte, war für viele Nachtschwärmer ein beliebter Treffpunkt.Alexandra Serra

Viel erinnert heute allerdings nicht mehr an das “Pavi”, wie ihn Generationen von Dornbirnern kannten. Die Möbel sind ausgeräumt, die alte Einrichtung entfernt, auch das markante grüne Schild über dem Eingang wurde abmontiert. Sebastian Ganahl und Tarkan Koc wollen dem Lokal nun ihre ganz eigene Handschrift verleihen.

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Tarkan Koc betreibt in Feldkirch das Café Momo.Alexandra Serra

Das Konzept für das “Café Primi” haben die beiden sorgfältig durchdacht. Der Name bedeutet aus dem Italienischen übersetzt “die Ersten” und verweist auf das erste gemeinsame Lokal der beiden Gastronomen. Gleichzeitig soll das Café nach Angaben der Betreiber auch das erste seiner Art in Dornbirn sein, das Cafébetrieb, Genuss und Kultur miteinander verbindet.

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Sebastian Ganahl und Tarkan Koc haben gemeinsam die K&G Gastro OG gegründet.Alexandra Serra

Ein klassisches Laptop-Café wollen sie bewusst nicht schaffen. Stattdessen soll der Ort möglichst analog bleiben und Menschen zusammenbringen. “Wir möchten, dass man hier Leute kennenlernt und miteinander ins Gespräch kommt. Es soll ein Begegnungsraum werden”, sagt Tarkan Koc, der seit über 30 Jahren im Gastgewerbe tätig ist.

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Das “Café Primi” soll zu einem Lieblingsort für viele werden.Alexandra Serra

Großen Wert legen die Betreiber auch auf die Qualität der Produkte. Beim Kaffee setzen sie auf Specialty Coffee der Trevo Kaffeerösterei aus Bezau. “Wir verkaufen keinen Industriekaffee, sondern Kaffee der höchsten Qualitätsstufe. Uns ist wichtig, dass die Herkunft des Kaffees nachvollziehbar und die gesamte Kette transparent ist”, betont Ganahl. “Es ist nicht einfach nur ein Kaffeehaus. Wir wollen damit neue Maßstäbe in Dornbirn setzen”, ergänzt Koc, dessen Lokal in Feldkirch schon mehrfach von Falstaff als bestes Kaffeehaus Vorarlbergs ausgezeichnet wurde. Ergänzt werden soll das Angebot im “Primi” durch süße Speisen sowie saisonale Mittagsmenüs mit regionalen Zutaten. Die Café-Leitung übernimmt künftig der erfahrene Gastronom Jan Fladenhofer.

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Die Umbauarbeiten sind auch im Keller in vollem Gange.Alexandra Serra

Während sich im Erdgeschoss tagsüber der reguläre Cafébetrieb abspielt, wird der Keller künftig an ausgewählten Wochenenden bespielt. Geplant sind unter anderem Konzerte, Pop-up-Events, Workshops, Vorträge und Clubabende mit ausgewählten DJs. Doch das ist längst nicht alles, was im Keller passieren soll. Zu viel wollen die beiden noch nicht verraten, nur so viel: “Es wird etwas Einzigartiges, so etwas gibt es auf der ganzen Welt noch nicht.”

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Ein Relikt aus alten Zeiten, das womöglich auch im neuen Lokal Platz finden wird.Alexandra Serra
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Alexandra Serra
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Alexandra Serra