Ohne sie geht bei der Kilbi nichts

78 Marktstände, zehn Tonnen Müll, ein straffer Zeitplan: Der Bauhof hält die Kilbi am Laufen.
Lustenau Wenn am Sonntag die Lustenauer Kilbi eröffnet wird, ist ein Großteil der Arbeit bereits erledigt. Die Mitarbeitenden des gemeindeeigenen Bauhofs haben dann zahlreiche Stunden hinter sich: Sie bauen Marktstände auf, stellen Verkehrsschilder auf, verteilen Stromkästen und organisieren die Entsorgung des anfallenden Mülls. Ohne ihren Einsatz wäre das traditionelle Volksfest nicht möglich. Für Bauhofleiter Wolfgang Hagen ist die Kilbi der größte Einsatz des Jahres. Heuer erlebt er sie bereits zum 33. Mal, seit er beim Bauhof arbeitet. Gemeinsam mit seiner Mannschaft arbeitet er die Aufgaben routiniert ab, damit am Sonntagvormittag alles für die feierliche Eröffnung bereit ist.
78 Stände und viele Handgriffe
Am Samstagnachmittag werden 78 große Holzstände aufgebaut. Zunächst kommen die Unterbauten und Bretter an die Reihe, anschließend werden Tragkreuze und weitere Träger montiert. Zum Schluss erhalten die Stände eine Plane. “Wir fahren mit unseren Fahrzeugen durch die Straßen und nehmen die einzelnen Marktstand-Elemente der Reihe nach von den Autos”, erzählt Hagen. Kraft, Erfahrung und ein eingespieltes Team sind dabei gefragt.

Doch die Vorbereitungen beginnen schon früher: Bereits am Montag vor dem Fest wird ein ganzer Lastwagen voller Entsorgungscontainer nach Lustenau gebracht. Schließlich fallen bei der Kilbi jedes Jahr zwischen fünf und zehn Tonnen Müll an.
Auch das Wetter spielt bei den Arbeiten eine wichtige Rolle. Laut Prognose müssen die Mitarbeitenden am Samstag im Regen aufbauen. Hagen nimmt es gelassen: “Wir nehmen das Wetter, wie es ist, und trotzen dem Regen. Nützt nichts.” Entscheidend sei vor allem, dass die Straßen am Sonntag trocken sind. Denn kleben Maronischalen und kleine Papierstücke am nassen Boden, lassen sie sich mit der Kehrmaschine deutlich schwieriger entfernen.

Nach dem Fest beginnt die Arbeit von vorn
Während die Besucher Karussell fahren, essen, trinken und das Fest im Ortszentrum genießen, hält sich Hagen lieber im Hintergrund. Er bleibt zu Hause und ist auf Abruf, falls irgendwo etwas nicht funktioniert. Seine Kräfte braucht er später noch dringend. Um 20 Uhr beginnt für ihn und seine Mannschaft der nächste große Einsatz: Dann werden die Spuren der Kilbi beseitigt.
Bis 23 Uhr müssen die Straßen wieder sauber und befahrbar sein, die Stände abgebaut und die Straßensperren aufgehoben werden. Die 19-köpfige Mannschaft startet bei der Volksschule Kirchdorf und arbeitet sich von dort durch das Zentrum. Die Mitarbeitenden bauen die Stände ab, sammeln den Müll ein und reinigen die Straßen mit Kehrmaschinen. Zusätzlich kommt ein eigens für die Kilbi ausgeliehener Müllpresswagen zum Einsatz. Das Ziel ist klar: Am Montagmorgen soll das Zentrum wieder so aussehen wie vor dem Fest. Während die Gäste die Kilbi genießen, leisten die Mitarbeitenden des Bauhofs im Hintergrund unverzichtbare Arbeit, beim Aufbau ebenso wie beim Aufräumen danach. BVS