Mit dem Kiki sicher unterwegs

Eltern und Großeltern lernten, worauf es beim Fahren mit dem Kiki ankommt.
Lauterach Was gilt es zu beachten, wenn Kinder im Fahrradanhänger, dem sogenannten Kiki, mitfahren? Wie werden die Kleinen richtig gesichert, wann ist ein Helm notwendig und wie lässt sich der Anhänger samt Fahrrad sicher eine Steigung hinaufschieben? Mit diesen und weiteren Fragen beschäftigten sich Eltern und Großeltern kürzlich bei einer Kiki-Schulung in Lauterach.
Die Plan-B-Gemeinden finanzierten das Angebot, die Marktgemeinde Lauterach übernahm die Organisation. Auch Claudia und Reinhard Michler aus Lochau nutzten die Gelegenheit. Sie waren mit dem Fahrrad nach Lauterach gekommen, um sich Tipps für Ausflüge mit ihren Enkelkindern zu holen. “Wir wollen mit ihnen sicher auf der Straße unterwegs sein”, erklärten sie.

Sicherheit von Anfang an
Die Idee für den Kurs entstand aus einem konkreten Anliegen. “Eine Frau kam auf mich zu und erzählte, dass sie sich mit dem Kiki auf der Straße unsicher fühle. Sie fragte, ob es dazu eine Schulung gäbe”, berichtete Christina Dietrich vom Bürgerservice und der Abteilung Soziales der Marktgemeinde Lauterach. Damit war die Idee geboren, ein entsprechendes Angebot auf die Beine zu stellen.

Im theoretischen Teil erklärte Kursleiter Lutz Schmelzinger vom Aktivzentrum Bregenzerwald den Anwesenden, worauf es beim sicheren Transport von Kindern ankommt. Dazu gehört die richtige Sicherung der Kinder, Fragen rund um das Tragen eines Helms und die Bedeutung des geschlossenen Fliegengitters. Wie hilfreich die Hinweise waren, zeigte sich unter anderem bei Johannes Pfanner (37) aus Lauterach. “Wir haben drei kleine Kinder im Alter von zwei Monaten bis vier Jahren. Ich habe vom Kurs viel mitgenommen”, erzählte er.

Ein wichtiger Tipp betraf die Sitzposition: Das schwerere Kind sollte diagonal gegenüber der Kupplung sitzen, um das Gewicht optimal zu verteilen. Auch wenn nur ein Kind mitfährt, sollte dieses nicht auf der Kupplungsseite platziert werden. Das sorgt für eine stabilere Straßenlage und verhindert, dass der Kiki in scharfen Kurven oder unebenen Straßen leicht umkippt.

Üben für den Ernstfall
Im praktischen Teil stand das Fahrgefühl mit dem Anhänger im Mittelpunkt. Die Teilnehmenden übten, das Fahrrad samt Kiki eine Steigung hinaufzuschieben, auf Schotter eine Vollbremsung durchzuführen und enge Kurven sicher zu bewältigen. Auch kleine Details spielen für die Sicherheit eine wichtige Rolle. “Ganz wichtig ist, dass das Fähnchen beim Kiki angebracht ist”, betont Organisatorin Christina Dietrich von der Marktgemeinde Lauterach. Auch Reflektoren am hinteren Teil des Kiki sind wichtig, um gesehen zu werden. Für Claudia Michler hat sich die Teilnahme gelohnt: “Wir haben große Verantwortung, wenn wir unsere Enkelkinder mitnehmen.” Nach der Schulung fühlten sich die Teilnehmenden sicherer im Umgang mit dem Fahrradanhänger und trauen sich ab jetzt mehr zu. BVS



