Hohenweiler Theater ist “Außer Kontrolle”

Nach traditioneller Benefizvorstellung folgen bis 22. November ein Dutzend Aufführungen.
Hohenweiler Für das Hohenweiler “Schüblingtheater” begann die neue Spielzeit mit einer Benefizvorstellung für die Vorarlberger Lebenshilfe. Bei der turbulenten Gaunerkomödie erlebten die speziellen Gäste und ihre Betreuerinnen einen vergnüglichen Nachmittag. Am Freitag, 19 Uhr, heißt es im hokus dann “Vorhang auf” für die offizielle Spielzeit, bei der bis zum 22. November ein Dutzend Vorstellungen auf dem Programm stehen: Am 31. Oktober, 5./6., 13./14., 20./21. November jeweils um 19 Uhr, am 1., 8. und 15. November jeweils um 17 Uhr und zum Abschluss am 22. November um 15 Uhr. Kartenreservierungen sind telefonisch unter 0664 511 77 30 von Mittwoch bis Sonntag von 18 bis 20 Uhr oder online www.theater-hohenweiler.at möglich.


“Regionalisierte Komödie”
Wie gewohnt hat Regisseur Stefan Hagspiel das Original “Tante Marcelle” von Alain Reynaud-Fourton für sein Ensemble überarbeitet und “regionalisiert” und am Ende neu getitelt: “Außer Kontrolle” treffe die Ereignisse besser, so der Spielleiter, der den in der Tat “außer Kontrolle” geratenden Inhalt des Stücks skizziert.

An die Falsche geraten
Das Gaunertrio Jacky (Sarah Ritter), Manni (Fabian Resch) und Rolf (Bernhard Ill) träumt vom schnellen Geld und plant die Entführung von Dorothea Spitz (Inge Ill), der Gattin des steinreichen Ottfried (Eric Widerin). Doch mit dem resoluten Entführungsopfer sind die drei an die Falsche geraten – Dorothea dreht den Spieß um und kocht ihr eigenes Süppchen, für das sie das Gaunertrio instrumentalisiert, denn ihr Ottfried ist alles andere als ein besorgter Ehemann: Er plant vielmehr die “Entsorgung” seiner Dorothea. Das Gaunertrio geht zum Schein darauf ein und erleichtert den treulosen Ehemann um das Lösegeld. Doch dann taucht die vermeintlich tote Dorothea als ihre Zwillingsschwester auf und trifft Ottfried dort, wo es besonders wehtut: bei seinem Geld.

Die schrullige Psychiaterin Dr. Tabea Zack (Susanne Kempter) kompliziert die ganze Handlung noch zusätzlich und bringt das Geschehen endgültig außer Kontrolle.

“Voll unter Kontrolle” hat hingegen das Ensemble des Hohenweiler Theaters seine neue Spielstätte, in die es vor sechs Jahren wechselte. 58 Jahre lang spielte die 1907 gegründete “Dilettantengesellschaft Hohenweiler” im Kronen-Saal zu Fesslers, wo der damalige Kronenwirt die “Schüblingpause” kreierte, die Hohenweilers Laienbühne bald als “Schüblingtheater” legendär werden ließ. Vor gut zehn Jahren gingen in der Krone die Lichter aus, das Gasthaus wurde geschlossen und das Theater durfte noch einige Jahre den Saal benützen. Dann kamen Corona und ein Besitzerwechsel – und auch der Wechsel in den hokus. Wie es am Ende ausgeht? “Schau’n Sie sich das an!”, hätte Karl Farkas dazu gesagt. STP




