Hohenweiler Schützen kürten Jubiläums-König

Zum 170-jährigen Bestand gab es einen geselligen Wettkampf im modernsten Luftgewehrstand.
Hohenweiler 170 Jahre Bestand sind für einen Verein zwar kein klassisches rundes Jubiläum – ganz ohne Feier wollte man das 170. Vereinsjahr aber doch nicht vorbeigehen lassen und organisierte deshalb im Frühjahr einen besonderen Jubiläumsfrühschoppen. Nach der Sommerpause veranstalteten die Schützen nun einen geselligen Wettkampf, um Jubiläumskönigin und -könig zu küren. “Mit diesem Bewerb”, so Oberschützenmeister Peter Feurstein, “wollten wir zum einen neue Mitglieder werben und zum anderen den modernisierten und mit Hightech bestückten Luftgewehrstand Interessierten vorstellen.”

Dieser Stand im Untergeschoss des Hokus spielt nach der Modernisierung technisch alle Stückchen und ist der ganze Stolz des Vereins, der sich jetzt ganz auf Luftgewehr konzentriert und sich diesen “Luxus leistet”, nachdem die Kleinkaliber-Anlage im Gmünd nach 161 Jahren aufgelassen werden musste.
Schon ein Jahr nach der Gründung wurde 1857 im Gmünd ein Schießplatz installiert, das Schützenhaus in den 1970er-Jahren erweitert und modernisiert. In jüngster Zeit wurden verschärfte Sicherheitsvorschriften mehr und mehr zum Existenzproblem, und 2018 fand das letzte KK-Schießen im Gmünd statt.

Heute in Privatbesitz
Die Schießeinrichtungen einschließlich der Ziele samt Seilzügen für die Scheiben wurden demontiert, das Gebäude ging in Privatbesitz über. Der langjährige Oberschützenmeister Franz Josef Berkmann, der den Verein von 2001 bis 2025 führte, sagte: “Wir konnten die geforderten Sicherheitsvorkehrungen nicht mehr erfüllen.” Es habe Probleme mit dem Landschaftsschutz und Gewässerschutz – die Leiblach fließt nur wenige Meter am Gebäude vorbei – gegeben, und die notwendigen Baumaßnahmen wären auch finanziell nicht machbar gewesen. Wenigstens konnten durch diese Lösung die Abbruchkosten vermieden werden.

Und dass das Gebäude – hoffentlich nachhaltig – erhalten bleibt, ist für die Hohenweiler Schützenfamilie auch von nostalgischem Wert: Hier wurde Vorarlberger Schützengeschichte geschrieben, indem es 1952 gelang, von der französischen Besatzung die Erlaubnis für den ersten Schießwettkampf in Vorarlberg nach dem Zweiten Weltkrieg zu erhalten.
Die Jubiläumskönige
Nach dem Aus für das KK-Schießen hat man sich voll und ganz auf den Luftgewehrstand konzentriert. “Acht Stände”, so Oberschützenmeister Peter Feurstein, “sind vollelektronisch ausgestattet, das heißt, der Treffer wird auf dem Display dem Schützen sofort angezeigt, und das Geschehen am Stand wird zudem auf die elektronische Anzeige im Schützenstüble übertragen, unsere Gäste werden somit umfassend und unverzüglich über das Geschehen am Stand informiert.”

Informiert wurden sie diesmal auch darüber, dass Lucia Achberger mit der Tagesbestmarke von 104,0 Ringen die Jubiläumskrone gewann. Auf den Plätzen folgten Leonie Fitz (102,2), Linda Fitz (101,0) und Elke Rauch (100,7). Die Königskrone ging mit 103,0 Ringen an Elmar Wetzel, der Stefan Abbrederis (102,6), Andreas Fitz (101,4), Christian Oman (101,1) und Thomas Ennemoser (100,5) hinter sich lassen konnte. Bei den Jugendlichen war Anton Steurer mit 103,0 Ringen vor Elias Gmeiner (94,7) und Marc Natter (90,9) der Beste. Die Mannschaftswertung ging mit 303,3 Ringen an die “Fitzis” – Linda, Leonie und Andreas Fitz – vor den Paschis – Jörg, Nico und Heike Paschold (301,7 Ringe), den Moschtern – Harry Schmid, Andreas Fitz und Guntram Chiste (291,0 Ringe). STP
