“Wir haben gesagt, wir probieren es einfach”

Beim schwungvollen Ballabend waren Nervenstärke und Augenmaß gefragt.
Buch Nach mehreren Jahren ohne vergleichbare Veranstaltung haben die Bucher Ortsbäuerinnen mit ihrem Trachtenball kürzlich ein durchaus frisches Format präsentiert. Zahlreiche Besucherinnen und Besucher gaben sich in Dirndl und Lederhose ein Stelldichein im Gemeindesaal. “Bei der Veranstaltung ging es auch darum, auf die Bedeutung und Vielfalt unserer Arbeit hinzuweisen”, resümierte Ortsbäuerin Andrea Steurer zufrieden. “Wir haben uns gesagt: Komm, wir probieren das jetzt einfach”, zog die stellvertretende Ortsbäuerin Katrin Kohler schmunzelnd Bilanz zum Veranstaltungskonzept.
Für die passende Mischung aus Tanzmusik und Partystimmung sorgte die bekannte Band “Wälder Echo”. Unter den Gästen fanden sich auch Vertreterinnen und Vertreter aus Landwirtschaft und Politik.

Geruhsame Visite
So ließ sich Vorarlbergs Landesbäuerin Esther Bitschnau den Ballabend nicht entgehen und reiste eigens aus Bartholomäberg an. Gemeinsam mit ihrer Stellvertreterin Jutta Maissen genoss sie die geruhsame Visite in der Region Hofsteig. Ein Gläschen auf den gelungenen Abend gönnten sich Bürgermeister Franz Martin und die langjährige ehemalige Bucher Ortsbäuerin Resi Flatz, während der Bregenzerwälder Landtagsabgeordnete Bernhard Feurstein eifrig das Tanzparkett nutzte. Für heitere Unterhaltung sorgten verschiedene Wettspiele, etwa das Bierkrugstemmen, bei dem sich Claudia Lerchenmüller mit viel Nervenstärke durchsetzen konnte. Das beste Augenmaß bewies Siegfried Scalet beim Nuss-Schätzspiel.


Hand in Hand
“Das Glas täuscht, da hat mehr Platz, als man denkt”, hatte Landwirtin Bianca Ennemoser bereits beim Eintritt so manchen Gast ins Grübeln gebracht. Hand in Hand arbeiteten die Bucher Bäuerinnen und etliche weitere Freiwillige mit dem neuen Wirteduo Daniel Weiß und Martin Mocik vom “Dorfwirtshus” direkt beim Gemeindesaal zusammen. Vom Service bis zur Theke: Für die kulinarische Note zogen alle an einem Strang. Ob die Tracht auch im kommenden Jahr wieder über das Bucher Parkett schwingt, bleibt offen. Mit dem bevorstehenden 100-Jahr-Jubiläum des Viehzuchtvereins gäbe es allerdings einen passenden Anlass. (MST)

