Von Wigald Boning bis Buchtipps – der VN-Überblick für die kommenden Tage

VN / 30.10.2026 • 11:51 Uhr
Von Wigald Boning bis Buchtipps – der VN-Überblick für die kommenden Tage

Was es dieses Wochenende in Vorarlberg alles zu erleben gibt.

In Vorarlberg passiert viel. Da kann man schnell den Überblick verlieren. Daher gehen die VN jeden Freitag weit über das Format der bloßen Event-Ankündigung hinaus. Persönlich und kompetent geben Redakteurinnen und Redakteure ihre Empfehlungen für Familienunternehmungen, Sport, Kultur, Events, Gastronomie, Bücher, Musik und mehr ab.

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Ein Bad für jeden Tag

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Andreas Marte leitet die Kulturredaktion der VN, wo er seine größte Leidenschaft – neben seiner Familie – zu seinem Beruf gemacht hat. Seinen jeden Donnerstag erscheinenden Newsletter kann man unter https://www.vol.at/newsletter abonnieren.

Vier Jahre lang ist der deutsche TV-Star Wigald Boning jeden Tag baden gegangen – bei Sonnenschein und Schneefall, im glasklaren Bergsee ebenso wie im schlammigen Tümpel. Aus diesem ungewöhnlichen Selbstversuch ist ein Bühnenabend entstanden, der so überraschend wie unterhaltsam klingt. Am Samstag, 31. Oktober, um 20 Uhr nimmt der Entertainer in der Otten Gravour in Hohenems sein Publikum mit auf seine ganz persönliche Wasserreise.

In “Herr Boning geht baden” erzählt er mit Bildern von eisigen Tauchgängen, Begegnungen mit Schwänen und Frachtschiffen und von einem Bad in der Londoner Themse am Tag der Krönung von König Charles III. Boning berichtet mit trockenem Humor von den Abenteuern, die ihm zwischen See, Fluss und Meer begegnet sind. Dabei geht es auch um die Fragen, die sich beim täglichen Baden unweigerlich stellen: Warum macht man so etwas jahrelang? Wie hält man beim Winterbaden die Kälte aus? Und was ist in einem Regenrückhaltebecken am Flughafen zu beachten?

Boning wäre nicht Boning, wenn er sein Publikum nicht auch mit praktischen Tipps für potenzielle Nachahmerinnen und Nachahmer versorgen würde. Ob danach tatsächlich jemand den Sprung ins kalte Wasser wagt, bleibt offen. Für einen unterhaltsamen Abend braucht es jedenfalls keine Badehose.

Süßes, Saures und satte Gitarrenriffs

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Fabienne Hörger ist technische Redakteurin bei den VN. Am liebsten verbringt sie ihre Freizeit auf Konzerten, am See oder einfach zu Hause mit ihren drei Katzen.

Wer am Halloween-Abend keine Lust auf Kostüme, Kürbisse und Gruselpartys hat, findet im Club Vaudeville in Lindau eine lautstarke Alternative. Am morgigen Samstag, 31. Oktober, stehen dort mit April Art und Dymytry Paradox zwei energiegeladene Metalbands auf der Bühne.

Besonders April Art versprechen ein mitreißendes Konzerterlebnis. Die deutsche Band verbindet harte Gitarrenriffs mit elektronischen Einflüssen und eingängigen Melodien. Im Mittelpunkt steht Frontfrau Lisa-Marie Watz, die mit ihrer markanten Stimme und ihrer außergewöhnlichen Bühnenpräsenz begeistert. Wer die Band schon einmal live erlebt hat, weiß, wie viel Energie die Sängerin versprüht. Davon konnte ich mich letztes Jahr beim Summer Breeze Open Air bereits selbst überzeugen. Selten habe ich eine Frontfrau erlebt, die das Publikum mit so viel Leidenschaft mitreißt.

Mit Dymytry Paradox wartet ein weiterer Höhepunkt auf die Metal-Fans. Die maskierte Band kombiniert Modern Metal mit Industrial-Elementen und kraftvollen Refrains. Statt Halloween-Grusel gibt es also ordentlich Gitarrensound auf die Ohren.

Einlass ist um 19 Uhr, Konzertbeginn um 20 Uhr. Tickets kosten an der Abendkassa 38 Euro.

Süßes, sonst gibt’s Bücher!

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Michael Prock ist Leiter der VN-Politikredaktion, Vater einer siebenjährigen Tochter, Fußballer und ein großer Freund der Popkultur. Seinen jeden Freitag erscheinenden Newsletter kann man unter https://www.vol.at/newsletter abonnieren.

Wer dieser Tage durch wohin.vol.at scrollt, wird von Kürbissen und Vampiren regelrecht erschlagen. Halloween, so weit das Auge reicht. In Hohenems findet “Vorarlbergs größtes Halloween-Festival” statt, wenige Kilometer weiter Richtung Dornbirn “Vorarlbergs größte Halloween-Party”. Es gibt ein Halloween-Rockkonzert in Feldkirch, ein Halloween-Dinner in Dornbirn und eine “XXL-Halloweenparty” in Rankweil, die den vielversprechenden Namen “Blood Ball” trägt. Und so weiter. Mich werden Sie auf keiner dieser Veranstaltungen finden. Nicht, weil ich nicht gerne feiere. Auch nicht, weil ich Halloween nicht mag. Sondern weil meine Tochter da ist.

Wir haben anderes vor. Wahrscheinlich führt uns der Samstagvormittag ins Kunsthaus. Dort gibt es alle paar Wochen eine Veranstaltung mit dem kurzen, aber treffenden Titel “Kinderkunst”. Eine Führung samt Workshop für Kinder von sechs bis zehn Jahren. Da meine Tochter freilich die beste Künstlerin der ganzen Welt ist (ich bin da völlig objektiv, schwöre!), dürfte es ihr gefallen. Und das Kunsthaus darf sich auf die Entdeckung eines neuen Talents freuen.

Am Nachmittag geht es wahrscheinlich nach Wolfurt. Meine Tochter kennt Schallplatten bislang nur als Wandschmuck – bei mir zu Hause hängen ein paar davon. Wozu diese schwarzen Scheiben einst dienten, ist ihr allerdings ein Rätsel. Das lässt sich beim Bücher- und Schallplattenflohmarkt im Wolfurter Pfadiheim ändern. Bücher kennt die kleine Leseratte zum Glück ausgezeichnet. Da werden wir bestimmt fündig.

Vielleicht entdecken wir ja eine Ausgabe vom “Kleinen Vampir” oder vom “Kleinen Gespenst”? Schließlich steckt auch meine Tochter mitten im Halloween-Fieber. Gut möglich also, dass wir am Samstag, sobald es dunkel wird, doch noch ein bisschen Halloween feiern. Vielleicht nicht XXL. Aber für meine Tochter wird es vermutlich trotzdem das beste der Welt.

Leiblachtaler Firmen im Scheinwerferlicht

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Andreas Scalet ist Leiter der VN-Wirtschaftsredaktion und freut sich über die vielen kleinen Unternehmen, die mit Kompetenz, Service und Freundlichkeit eine Region lebendig machen.

Regionalität ist ein Zauberwort, das gerne für alles Mögliche verwendet wird. Es wirkt. Viele Menschen wollen in ihrer Region was bewirken, sie nehmen sich vor, regional einzukaufen und so ihr Umfeld zu stärken, und sie greifen zu Produkten, die mit Regionalität beworben werden – wobei der Begriff sehr weit gedehnt wird. Bei manchem Lebensmittelhändler ist auch in Vorarlberg das Burgenland Region.

Doch es geht auch anders. Das zeigt heute, Freitag, von 14 bis 19 Uhr die Messe “Wir im Leiblachtal”, die passenderweise im Hörbranzer Leiblachtalsaal stattfindet. Es präsentieren sich rund 40 Unternehmen von der Tischlerei Sigg über den Elektrospezialisten bis zu Gastgebern wie Fritsch am Berg, dem Eichenberger Schönblick und dem “Pfänderglück”. Nicht fehlen darf die Feinbrennerei Prinz, IT-Dienstleister oder ein ausgewähltes individuelles Stück Mode von Designerin Regina Adelmut (Bild) – nur einige der Aussteller, die zeigen, wie Wirtschaft im Leiblachtal einen Mehrwert bringt. Und Arbeitsplätze.

Abgerundet wird die Ausstellung durch Schmankerle, die der Verein Spiel, Kunst, Kulinarik – Galerie L95 serviert und deren Einnahmen er einem guten Zweck – natürlich in der Region – widmet.

Zwei Buchtipps für den Herbst

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Franziska Eckert ist Redakteurin für VOL.AT und die VN. In ihrer Freizeit ist sie gern aktiv in den Bergen unterwegs. Genauso gern mag sie Kultur, Theater und Flohmärkte zum Stöbern.

Wenn die Tage kürzer und kühler werden, ist die richtige Zeit, sich mit einer Decke, einem warmen Getränk und einem guten Buch aufs Sofa zurückzuziehen. Im Feldkircher Buchladen “Die Buchhändlerin” hat mir Judith Berchtel zwei Bücher von Vorarlberger Autoren empfohlen, die ihr beide “wirklich sehr gut” gefallen: “Vatertag” von Hans-Joachim Gögl und “Regentropfen fallen langsam” von Ingrid Kloser.

“Vatertag” ist der erste Roman des in Bregenz lebenden Hans-Joachim Gögl. Darin schreibt er über einen Sohn, der nach dem Tod des Vaters beschließt, für eine gewisse Zeit dessen Lebensweise und Alltagsrituale zu übernehmen. So kommt er seinem Vater auf neue Weise näher und lernt zugleich sich selbst besser kennen.

Die Werke der aus Hard stammenden Ingrid Kloser sind von ihrer Faszination für Japan geprägt. In ihrem Roman “Regentropfen fallen langsam” steht das japanische Konzept “Ma” im Mittelpunkt. Es beschreibt die Leere zwischen den Dingen. Im Buch verliert die junge Sängerin Nina ihre Stimme. Erst durch die Auseinandersetzung mit dieser Stille schöpft sie neue Kraft.