Pläne fürs Sportgymnasium

18.10.2015 • 16:53 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Schüler des Sportgymnasiums protestieren. Der Standort Messeareal ist sehr umstritten.  Foto: VN/Paulitsch
Schüler des Sportgymnasiums protestieren. Der Standort Messeareal ist sehr umstritten.  Foto: VN/Paulitsch

Dieter Egger schlägt erwerbbaren Grund in Hohenems als neuen Standort vor.

Hohenems. Das Sportgymnasium Dornbirn ist vergangene Woche ins Gerede gekommen. Wegen des starken Baulärms im Messegelände traten die Schüler der an der Messestraße gelegenen Bildungsstätte in Streik. Gleichzeitig machte die Schulgemeinschaft medienwirksam auf die ihrer Meinung nach untragbaren Standortbedingungen aufmerksam. Schullandesrätin Bernadette Mennel (56) versprach, sich für einen möglichst raschen Neubau des Sportgymnasiums einzusetzen.

Als mögliche Standorte werden derzeit zwei Flächen in Dornbirn gehandelt. Für beide Standorte müsse man jedoch noch Grundstückskäufe- bzw. abtäusche tätigen. Dies könnte, so wird befürchtet, aber noch einige Zeit in Anspruch nehmen.

Jetzt hat sich Dieter Egger (46), seines Zeichens FPÖ-Bürgermeisterkandidat sowie Stadtrat in Hohenems als auch Vorsitzender des Sportausschusses im Landtag, zu Wort gemeldet. Egger schlägt als neuen Standort des Sportgymnasiums seine Heimatstadt Hohenems vor. „Hohenems hat optimale Voraussetzungen und Rahmenbedingungen für das neu zu errichtende Sportgymnasium“, sagt der FPÖ-Landesparteiobmann.

Was vor allem für Hohen­ems als neuen Standort der akademischen Sportlerschmiede sprechen würde: „Das in Frage kommende Grundstück im Herrenried gehört der Stadt Hohenems und liegt inmitten von Sportstätten wie dem Eislaufstadion, Fußballplätzen, der Tennishalle und der neuen Leichtathletikhalle, die jetzt gebaut wird“, argumentiert Egger.

„Sporthauptstadt“

Das verfügbare Grundstück umfasst laut Egger eine Fläche von 16.600 Quadratmetern. „Kommt hinzu, dass der Standort verkehrstechnisch optimal gelegen ist. Der Bahnhof liegt nur fünf Minuten von diesem Grundstück entfernt“, sieht der Emser Stadtrat für Bauwesen und Gebäudeverwaltung weitere Pluspunkte, die für die Niebelungenstadt als neuer Heimat für das Sportgymnasium sprechen würden. „Auch die in der Nähe gelegene Sporthauptschule spricht für einen Standort Hohenems“, meint der FPÖ-Klubobmann.

Egger macht kein Geheimnis daraus, dass er Hohenems zur „Sporthauptstadt“ des Landes machen möchte. „Neben dem Sportgymnasium könnte auf diesem Grundstück auch das Olympiazentrum als Dreh- und Angelpunkt der Nachwuchs- und Leistungssportentwicklung angesiedelt werden.“ Der FPÖ-Politiker spricht zudem von einem gemeinsamen Dach für die Fachverbände, die dort Infrastruktur wie Buchhaltung, Verwaltung, Besprechungs- und Veranstaltungsräumlichkeiten nutzen könnten.

Gespräche mit Mennel

Egger sieht die Landespolitik in Sachen Sportgymnasium gefordert. „Es wurde in dieser Sache zu wenig entschlossen agiert.“ Er wolle sich gerne mit Sportlandesrätin Mennel zusammensetzen, um mit ihr nach einer guten und rasch umsetzbaren Lösungen zu suchen.