Eine Pistengaudi zum besten Preis

Vorarlberg / 24.01.2016 • 18:27 Uhr
Für Pistenfloh Mira war Mama Marlies der beste Lift. 
Für Pistenfloh Mira war Mama Marlies der beste Lift. 

Der landesweite Familienskitag gestern, Sonntag, verzeichnete starken Andrang.

alberschwende. Eine Tageskarte um 20 Euro: Dieses Angebot ließen sich viele skibegeisterte Familien nicht entgehen und stürmten die Kassen der Seilbahnstationen. Erstmals nahmen heuer alle Skigebiete im Land an dem von „Vorarlberg bewegt“ und den Winterbergbahnen organisierten Familienskitag teil. Die Liftbetriebe sprechen von einer insgesamt gelungenen Aktion. So wurden im Skigebiet Silvretta Montafon 550 Personen gezählt, die Wintersportfreuden zum kleinen Preis genossen. „Wir sind sehr zufrieden“, hieß es auf VN-Nachfrage. Das waren die Seilbahnbetreiber auch in anderen Skigebieten.

Freude am Sport fördern

Im vergangenen Jahr haben mehr als 1000 Familien mit rund 3500 Erwachsenen und Kindern am schon traditionellen Familienskitag teilgenommen. Ziel ist es, Familien dazu zu motivieren, in ihrer Freizeit gemeinsam aktiv zu sein. Gleichzeitig sollen damit Impulse für einen gesunden Lebensstil gegeben sowie die Freude an Sport und Bewegung gefördert werden. Auch deshalb hat der Familienskitag längst schon seinen festen Platz im Jahresprogramm der verschiedenen Landesinitiativen.

Viel Betrieb herrschte am gestrigen Sonntag beispielsweise auch in Alberschwende, wo nach einer langen Durststrecke endlich die Lifte in Betrieb genommen werden konnten. Obwohl sich auf den Pisten am Brüggelekopf aufgrund der steigenden Temperaturen inzwischen bereits wieder erste braune Flecken zeigen, hatten die vielen Familien doch ihren Spaß. Daniela Dür aus Schwarzach ist sogar froh, dass es dieses Skigebiet gibt. „Es ist in der Nähe und ideal für Kinder“, sagt die Mutter von Valentin und Paula, die hier ihre ersten Gehversuche auf Skiern machten. Heute flitzen sie zügig die Hänge hinunter. Auch Marlies aus Wolfurt hat mit ihrer Tochter Mira einen Sonntagsausflug an den Brüggelekopf gemacht. „Wir kommen sonst auch öfter her“, erzählt sie.

Auf Angebot hingewiesen

Jana, Annika und Lenia aus Dornbirn bzw. Hohenems verbringen mit ihren Eltern den Familienskitag ebenfalls in Alberschwende. „Das Gelände ist ideal, weil man die Kinder immer im Blick hat“, meint der Vater, der die Mädchen gemütlich bei einem Kaffee im Auge behalten kann. „Ein solches Angebot muss man ausnützen“, merkt er an, während sich die jungen Skidamen schon wieder auf den Weg zum Lift machen. Bei den Bergbahnen Mellau wurden 288 Familienpässe vorgelegt, was gut 950 Personen entspricht. Die Freude über den starken Andrang war entsprechend groß. Am Bödele wurde der Familienskitag ebenfalls zu einem Erfolg. „Viele zeigten sich von diesem besonderen Angebot überrascht“, berichtet eine Mitarbeiterin der Skilifte Hochälpele. Denn das Personal an der Kasse beließ es nicht dabei, einfach nur Karten zu verkaufen.

Familien, die nicht von sich aus das vergünstigte Ticket nachfragten, wurden darauf hingewiesen und nach dem Familienpass gefragt. Auf diese Weise kamen noch mehr Familien in den Genuss des Angebots. Im Büro der Bergbahnen Diedamskopf stapelten sich am Ende des Tages 119 Familienpässe, die rund 500 kleinen und großen Wintersportfreunden einen günstigen und wettertechnisch durchaus erfreulichen Skitag ermöglichten.

Ich bin sehr froh, dass es das Skigebiet in Alberschwende gibt. Es ist in der Nähe und für Kinder ideal.

Daniela Dür
Gemeinsam geht bekanntlich vieles besser, und auch Skifahren lernt sich leichter, wenn die Großen den Kleinen unter die Arme greifen.
Gemeinsam geht bekanntlich vieles besser, und auch Skifahren lernt sich leichter, wenn die Großen den Kleinen unter die Arme greifen.
Valentin und Paula legten mit Mama Daniela eine Mittagspause ein, während Papa noch ein paar Skirunden drehte. Fotos: ludwig berchtold
Valentin und Paula legten mit Mama Daniela eine Mittagspause ein, während Papa noch ein paar Skirunden drehte. Fotos: ludwig berchtold
Annika, Lenia und Jana (v.l.) kannten keine Rast und keine Müdigkeit und flitzten munter die Hänge hinunter.
Annika, Lenia und Jana (v.l.) kannten keine Rast und keine Müdigkeit und flitzten munter die Hänge hinunter.