Allen Erfahrungen zum Trotz

Vorarlberg / 25.03.2016 • 21:00 Uhr
Die Grablegung Christi und seine Auferstehung zeigen zwei Buchmalereien aus dem 13. Jahrhundert. Der sogenannte „Rheinauer Psalter“ zählt zu den ganz großen Schätzen der Zentralbibliothek Zürich. Die Buchminiaturen „bewegen sich auf dem höchstmöglichen künstlerischen Niveau der hochgotischen Malerei der Zeit um 1260“, so die Bibliothekare. Der Auftraggeber dürfte im Bodenseegebiet daheim gewesen sein, vermutlich in der politisch und kirchenpolitisch bedeutenden Stadt Konstanz. 1817 hat Pater Blasius Hauntinger die Handschrift für das Benediktinerkloster Rheinau bei Melchior Kirchhofer in Schaffhausen erworben. Nach der liberalen Neuordnung des Kantons wurde das Kloster 1834 unter kantonale Aufsicht gestellt und 1863 aufgelöst. Der „Rheinauer Psalter“ ging mit der ganzen Klosterbibliothek in den Besitz der Kantonsbibliothek Zürich über.

Die Grablegung Christi und seine Auferstehung zeigen zwei Buchmalereien aus dem 13. Jahrhundert. Der sogenannte „Rheinauer Psalter“ zählt zu den ganz großen Schätzen der Zentralbibliothek Zürich. Die Buchminiaturen „bewegen sich auf dem höchstmöglichen künstlerischen Niveau der hochgotischen Malerei der Zeit um 1260“, so die Bibliothekare. Der Auftraggeber dürfte im Bodenseegebiet daheim gewesen sein, vermutlich in der politisch und kirchenpolitisch bedeutenden Stadt Konstanz. 1817 hat Pater Blasius Hauntinger die Handschrift für das Benediktinerkloster Rheinau bei Melchior Kirchhofer in Schaffhausen erworben. Nach der liberalen Neuordnung des Kantons wurde das Kloster 1834 unter kantonale Aufsicht gestellt und 1863 aufgelöst. Der „Rheinauer Psalter“ ging mit der ganzen Klosterbibliothek in den Besitz der Kantonsbibliothek Zürich über.

Dass dem Kreuz die Auferstehung folgt, ist der Bibel zufolge eine feste Zusage Gottes.

Schwarzach. Die Auferstehung zählt der evangelische Theologe Fulbert Steffensky zu den „unsäglichen Wahrheiten“. Steffensky ist 82. Als alter Mensch hat ihm „das Leben die Systematik und die einleuchtenden Erklärungen ausgetrieben“. Es sprechen so viele Todesdaten und Unstimmigkeiten gegen die Güte des Lebens, „dass man sich eher wundert, dass Menschen das Leben loben und Gott preisen können“.

Deshalb greift der Mensch angesichts des Ostergeheimnisses zu hilflosen Vergleichen. Statt den auferstandenen Christus bemüht er Bilder der Natur. Wie die Blüten nach dem Winter wieder aufleben, kehrt das Leben nach dem Tod wieder. So erscheint alles ganz natürlich, aber das ist es nicht.

„Es ist nicht natürlich, dass der Tod nicht das letzte Wort hat über jenen am Kreuz Geschundenen“, beteuert Steffensky. „Es liegt nicht in der Natur der Sache, dass unser eigenes Leben mit seinen vielen Toden geborgen ist im Schicksal jenes Gottesknechts, den Gott aus dem Tod genommen hat.“ Tatsächlich steht der Osterglaube gegen alle menschliche Erfahrung. Keiner, der stirbt, kehrt je wieder. Und von diesem anderen, ewigen Leben wissen wir … nichts.

Nun, zumindest wissen wir, dass es sich hier nicht abspielt. Für den Jesuiten Karl Rahner (1904 bis 1984) ist unsere Welt „ein Raum des Werdens von personaler Freiheit und Verantwortung“. Ihre Vollendung aber findet die menschliche Existenz nicht hier, sondern im Angenommensein durch Gott.

Kreuz und Auferstehung gehören zusammen. Das Kreuz bedeutet die Kapitulation des Menschen vor seiner Endlichkeit und Schuldbeladenheit. Die Auferstehung aber bedeutet die Hoffnung darauf, dass, „wo man ganz loslässt, kein Absturz mehr ist“. In Jesus Christus, sagt die Kirche, hat Gott dieses Loslassen und Nichtfallen beispielhaft wahr werden lassen. Und er hat von da an jedem Menschen dieselbe Möglichkeit zugesagt.

Allen Erfahrungen zum Trotz