Sogar Trinkhalme trugen Propeller

Der „Tag des Flugsports“ brachte mehr als 2000 Besucher nach Hohenems.
hohenems. Die Verschiebung von Ostermontag auf Pfingstmontag war wohl nicht die schlechteste Entscheidung. Zwar hingen die Wolken tief und spiegelten sich in so manchen Regenpfützen. Dennoch wurde der Flugplatz in Hohenems am gestrigen „Tag des Flugsports“ geradezu gestürmt. „Einfach toll. Wir sind überglücklich“, schwärmte auch Martin Fitz, Obmann der ASKÖ-Sportfliegergruppe Bregenz. Seit rund zwanzig Jahren richtet der Verein die Veranstaltung nun schon aus, und er hat sich damit buchstäblich in die Herzen der Vorarlberger geflogen.
Vogelperspektive
Auch diesmal kamen über 2000 Besucher, um große und kleine Flieger aus der Nähe zu bestaunen oder bei einem Rundflug für einmal die Welt aus der Vogelperspektive zu betrachten. Viele wollten zum Sonderpreis in die Luft gehen. Die Rundflugteams waren am Vormittag und ab dem späteren Nachmittag praktisch ununterbrochen in der Luft. Aber auch für jene, die lieber am Boden blieben, gab es genug zu sehen.Bereits am Vormittag setzte der große Ansturm ein. Vor allem Familien nutzten den Flugtag, um spannende Abwechslung in die Feiertagsgestaltung zu bringen. „So wird den Kindern nicht langweilig“, meinte ein junger Vater und hievte mit Schwung seinen Sprössling ins Cockpit des Polizeihubschraubers. Der erwies sich als besonderer Publikumsmagnet. So nah bekommt man diesen „Vogel“ schließlich nicht alle Tage zu sehen. Spektakuläre Flugeinlagen zauberten die Modellbauer mit ihren sorgsam gehegten und gepflegten Geräten in den grauen Himmel. Sie überbrückten die Zeit, während der die großen Flieger am Boden bleiben mussten, waren aber mehr als nur ein Pausenfüller, denn auch die Modellfliegerei ist ein anspruchsvolles Handwerk. Sie verlangt Können und Präzision, sollen die Miniaturausgaben hoch steigen, aber nicht tief fallen. Die Mitglieder der am „Tag des Flugsports“ beteiligten Modellbauvereine zeigten, wie sie ihr Hobby beherrschen.
Das tat im Übrigen auch Magier Ralf Rolsn. Im Hangar 7, in dem sonst die Segler der Bregenzer Sportflieger geparkt sind, brachte er die Kinder mit seinen undurchschaubaren Tricks so richtig auf Touren. Ihr Lachen und Quietschen übertönte zuweilen sogar das Brummen der Modellflieger draußen. Damit nicht genug, trugen sogar die Trinkhalme kleine Propeller.
Der Zustrom an Besuchern hielt bis zum späten Nachmittag an, wobei rund 100 freiwillige Helfer für einen reibungslosen Ablauf sorgten. Martin Fitz stand die Freude über den gelungenen Tag ins Gesicht geschrieben.



