Unrühmliches Ende für das Diagnostikzentrum

19.04.2017 • 17:57 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Markus Weber (l.) und Günter Ernst bei einem Leistungstest: Da funktionierte die Zusammenarbeit noch. Foto: vn/hofmeister
Markus Weber (l.) und Günter Ernst bei einem Leistungstest: Da funktionierte die Zusammenarbeit noch. Foto: vn/hofmeister

Zwei Gesellschafter stiegen kurzfristig aus. Günter Ernst will jetzt neu durchstarten.

feldkirch. Offenbar kurzfristig haben zwei der drei Gesellschafter die Auflösung des Standorts Feldkirch beschlossen und über Nacht auch gleich das gesamte Inventar aus den angemieteten Räumlichkeiten im Ganahl-Areal abtransportieren lassen. Laut VN-Recherchen sollen wirtschaftliche Gründe für diesen überraschenden Schritt ausschlaggebend gewesen sein. Günter Ernst, der neben Markus Weber und Dr. Joachim Lohmann (Diagnostikzentrum Scheidegg) als dritter Anteilseigner fungierte, wurde quasi vor vollendete Tatsachen gestellt.

Er bedauert die Entscheidung, auch weil inzwischen ein guter Kundenstock aufgebaut worden sei, arbeitet aber bereits intensiv an einer Neuausrichtung. Schon demnächst will der Laufexperte mit einem Angebot zur Leistungsdiagnostik wieder durchstarten.

Gähnende Leere

Viel ist tatsächlich nicht mehr übrig von dem 2014 eröffneten Diagnostikzentrum Vorarlberg. Das Firmenschild liegt achtlos hingeworfen auf dem Fenstersims. An der klobigen Eingangstür klebt ein kleiner weißer Zettel mit dem lapidaren Hinweis „Geschlossen“ und „Wenden Sie sich an …“, während im Inneren des Gebäudes gähnende Leere herrscht. Nichts von dem, was einmal da war, blieb zurück. Auch von der Webseite des Diagnostikzentrums Scheidegg, das noch Standorte in Kempten und Pfronten betreibt, ist Feldkirch inzwischen verschwunden. Einzig im Schriftzug scheint die Montfortstadt noch ganz klein auf.

Die Gründung des Diagnostikzentrums erfolgte auf Initiative von Günter Ernst, der unter anderem Rennleiter des Sparkasse-Marathons ist. Als weitere Gesellschafter traten Lohmann und Weber auf. „Natürlich waren die ersten Jahre nicht einfach“, räumte Ernst auf VN-Nachfrage ein. Doch zwischenzeitlich hätte sich die Einrichtung einen guten Ruf erworben. Der Kundenstock sei sukzessive gewachsen. Neben Hobbysportlern wurden vor allem Sportmannschaften betreut. Umso unverständlicher ist für Günter Ernst die Schließung, zumal vereinbart worden sei, diesen Sommer noch abzuwarten.

Von der Zentrale in Scheid­egg war trotz mehrmaliger telefonischer und schriftlicher Versuche bislang keine Stellungnahme zu erhalten. Nur die Schließung wurde den VN bestätigt.

Natürlich waren die ersten Jahre für uns nicht ganz einfach.

Günter Ernst