Hilfe für Schwerkranke und Sterbende

Vorarlberg / 18.12.2017 • 19:57 Uhr
Noch haben auf einem Teil der Palliativstation die Handwerker das Sagen, doch die Arbeiten dauern nur noch wenige Wochen.  KHBG
Noch haben auf einem Teil der Palliativstation die Handwerker das Sagen, doch die Arbeiten dauern nur noch wenige Wochen.  KHBG

Das „Hospiz am See“ eröffnet im Jänner, die neue Palliativstation im Februar.

Hohenems Gleich zwei wichtige Einrichtungen stehen der Bevölkerung ab dem kommenden Jahr zur Verfügung. Im Jänner 2018 wird das von der Caritas errichtete „Hospiz am See“ seinen Betrieb aufnehmen, einen Monat später folgt die Palliativstation im Landeskrankenhaus Hohenems, deren Um- und Ausbau sich ebenfalls auf der Zielgeraden befindet.

Zwei idente Stationen

Rund 3,2 Millionen Euro betragen die Investitionen, die unter anderem die Aufstockung von derzeit zehn auf 16 Betten beinhalten. Der Eröffnungstermin ist mit dem 16. Februar 2018 ebenfalls bereits fixiert. An diesem Tag darf gleich dreifach gefeiert werden, nämlich das 15-jährige Bestehen der Station, die offizielle Inbetriebnahme sowie der Tag der offenen Tür (13 bis 17 Uhr), an dem die Bevölkerung herzlich eingeladen ist, sich die neuen Räumlichkeiten anzusehen.

Sowohl mit den Bauarbeiten wie mit den Kosten liegt das Projekt im Plan. Die Arbeiten erfolgen in zwei Etappen und bei laufendem Betrieb: Zuerst wurde das Obergeschoß 2, dann das Obergeschoß 1 mit einer Gesamtfläche von 800 Quadratmetern umgebaut und erneuert. Nur jeweils fünfeinhalb Monate waren dafür erforderlich. Im Jänner 2018 packen die Handwerker zusammen und es kann der Umzug beginnen. Die Palliativstation bietet danach zwei idente Stationen mit je acht Betten in vier Zweibettzimmern und acht Einzelzimmern.

Auf der Palliativstation am Landeskrankenhaus Hohenems begleitet und behandelt ein multiprofessionelles Team von Pflegern, Ärzten, Psychotherapeuten, Sozialarbeitern, Hospiz-Mitarbeitern, Seelsorgern sowie Abteilungshelfern Menschen mit einer bereits weit fortgeschrittenen, nicht mehr heilbaren Erkrankung, deren Lebenserwartung begrenzt ist. Die Palliativmedizin als solche steht für eine gute Schmerz- und Symptomkontrolle.

Etwa die Hälfte der 180 bis 200 Patientinnen und Patienten, die jährlich aufgenommen werden, kann wieder nach Hause. Die durchschnittliche Verweildauer beträgt etwa 15 Tage.