Über 300 neue Betriebe in einem Jahr in Dornbirn

Vorarlberg / 27.03.2019 • 11:00 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
In die ehemalige Postgarage werden noch dieses Jahr 30 junge Unternehmen einziehen. rha

Standort Dornbirn bei Unternehmen gefragt: enorme Zunahme in den letzten Jahren.

dornbirn Die Wirtschaft der größten Stadt des Landes floriert nach wie vor. Das zeigt sich unter anderem beim Kommunalsteueraufkommen, das dieses Jahr einen Rekordwert vor fast 25 Millionen Euro erreicht, um immerhin 3,16 Prozent mehr als 2018. Wie der neuesten Statistik zu entnehmen ist, gibt es in Dornbirn derzeit rund 3840 Betriebe, vom Caféhaus über das Modegeschäft bis zum Leuchtenhersteller. Ende 2017 wurden knapp 3500 Unternehmen gezählt, ein Jahr zuvor waren es 3167.

„Das entspricht einer jährlichen Steigerungsrate von zehn Prozent“, so Stadtrat Guntram Mäser, der unter anderem für das Stadtmarketing zuständig ist und als Unternehmer die Dornbirner Wirtschaft bestens kennt. Er führt den Trend nach oben auch auf die aktive Bodenpolitik der Stadt zurück. Dabei geht es um den Ankauf und die Erschließung von Betriebsgrundstücken, vor allem am Rand der Stadt, etwa im Wallenmahd oder in Dornbirn Nord. Für weitere Grundankäufe sind in diesem Jahr vier Millionen Euro vorgesehen.

Tausende Arbeitsplätze

Derzeit gibt es in Dornbirn rund 27.200 Arbeitsplätze, für die Kommunalsteuern zu bezahlen sind. Eine wesentliche Rolle für eine blühende Wirtschaft spielen nicht zuletzt ehemalige Industriegebäude, die zu Gewerbeparks mit vielen Arbeitsplätzen umgewandelt wurden. Gefragt bei innovativen Unternehmen ist unter anderem auch der Campus V, wo inzwischen rund 60 Firmen unter einem Dach ihren Geschäften nachgehen. Noch dieses Jahr gibt es in der benachbarten ehemaligen Postgarage Platz für 30 Jungunternehmer aus der digitalen Szene, die den Weg in die Selbstständigkeit wagen.

In ehemaligen Firmensitzen, wie dem I.-G.-Ulmer-Haus, sind längst neue Unternehmen eingezogen.
In ehemaligen Firmensitzen, wie dem I.-G.-Ulmer-Haus, sind längst neue Unternehmen eingezogen.

Noch vor rund 40 Jahren war die Textilfirma F.M. Hämmerle mit weit über 2000 Arbeitsplätzen die mit Abstand größte Arbeitgeberin, dicht gefolgt von anderen Textilunternehmen wie Benedikt Mäser, F.M. Rhomberg, J.M. Fussenegger oder Herrburger & Rhomberg. Ihre Stelle haben längst Betriebe der Metall- oder Elektronikbranche eingenommen, angefangen von der Zumtobel-Gruppe bis 1zu1 Prototypen. Auch immer mehr große Unternehmen, die ihren Firmensitz außerhalb der Stadt haben, bauten Produktionsstätten in Dornbirn. Und zu guter Letzt spielt die Stadt selbst mit rund 1900 Beschäftigten, zwei Drittel davon im Stadtspital und in den beiden Pflegeheimen, in der oberen Liga ganz vorne mit. RHA

Im Campus V arbeiten 60 Firmen unter einem Dach.
Im Campus V arbeiten 60 Firmen unter einem Dach.