Millionenprojekt: So läuft die Sanierung der Mittelschule Mittelweiherburg in Hard

Vorarlberg / 18.04.2019 • 10:00 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Die Schule Mittelweiherburg in Hard wurde 1978 eröffnet. Nun wird das Gebäude erneuert. ajk

Die Sanierung der Schule kostet 18,7 Millionen Euro, Schule Markt dient aus Ausweichquartier.

Hard Die Harder Mittelschule Mittelweiherburg bezieht im Sommer ein neues Domizil: Für zwei Jahre findet der Unterricht im derzeit leeren Schulhaus Markt statt. Das 41 Jahre alte Schulgebäude der Mittelweiherburg wird um rund 18,7 Millionen Euro brutto umfassend saniert. Ein Neubau wäre erheblich teurer.

Zwölf Klassen

Zwölf Klassen mit 111 Mädchen und 111 Buben werden derzeit an der MS Mittelweiherburg unterrichtet, in jeder Schulstufe besteht eine Ganztagsklasse mit insgesamt 90 Kindern. „Wir lassen die Vielfalt zu, wir leben und fördern sie“, erläutert Direktor Christian Höpperger. Dieser „Geist der Mittelweiherburg“ soll in die Schule Markt mit übersiedeln. Immerhin sprechen die Schüler 24 verschiedene Muttersprachen. Mit den Harder Schulkindern werden auch etwa 50 aus Fußach unterrichtet sowie einige aus Nachbargemeinden ohne Ganztagsbetreuung.

Bei der Sitzung der Gemeindevertretung am 11. April beschlossen die Mandatare einstimmig, das vor 41 Jahren eröffnete Schulgebäude um den Betrag von 15,6 Millionen Euro netto (18,7 Mio. inkl. MwSt.) sanieren zu lassen. Die Übersiedlung der früheren Schulen Markt in den Neubau am See ermöglicht die problemlose Zwischenlösung für die MS Mittelweiherburg.

Der Hochbaureferent der Marktgemeinde, Michael Pölzer MSc., und Arch. Gerhard Gruber stellten das Sanierungsvorhaben vor. Dabei gab es Lob für die einstige Planung und Umsetzung. Es sind lediglich geringe bauliche Adaptierungen erforderlich, damit die Klassen-, Gruppen- und Gemeinschaftsräume aktuellen pädagogischen Anforderungen entsprechen. Natürlich müssen Technik, Heizung usw. erneuert und eine Lüftung vorgesehen werden.

Neubau wäre acht Millionen teurer

Die Kinder der benachbarten Volksschule gelangen künftig durch das Untergeschoß zur gemeinsam genutzten Turnhalle und stören den Schulbetrieb nicht. Eine neue Fluchtstiege, eine kleine Erweiterung für Nebenräume der Integrationsklassen und weitere Verbesserungen kosten Geld. Allerdings würde ein Neubau der Schule nach Abriss um etwa acht Millionen Euro mehr kosten.

Die Turnhalle der Schule steht auch Vereinen zur Verfügung. Sie können während der Sanierungsphase ebenfalls in die Turnhallen Markt ausweichen.

Schulkinder aus Fußach werden ab Herbst mit dem Schulbus zum neuen Standort gefahren, das gilt auch für andere Schüler, die den Schulbus benutzen. AJK