„Ein wichtiger Tourismusmotor im Montafon“

Vorarlberg / 04.06.2019 • 12:00 Uhr / 5 Minuten Lesezeit
Markus Felbermayer auf der 3029 Meter hohen Haagsitze im Silvrettamassiv. FELBERMAYER

Hotelier Markus Felbermayer (64) schätzt die touristische Infrastruktur, die durch die Vorarlberger Illwerke geschaffen wurde.

Gaschurn Im Winter mit Tourenski an den Füßen, im Sommer mit Bergschuhen und Steigeisen oder gar auf zwei Rädern – beinahe jede freie Minute zieht es den Gaschurner Markus Felbermayer (64) in die Bergwelt. So vielfältig seine Aktivitäten dort sind, so gleichbleibend ist meist sein Ziel: die Silvretta Bielerhöhe. Aber nicht nur in seiner Freizeit ist der Hotelier in dem beeindruckenden Bergmassiv anzutreffen, wo Gipfel wie Piz Buin, Silvrettahorn oder Schneeglocke über 3000 Meter rund um den Silvretta Stausee in die Höhe ragen. Mindestens einmal pro Woche stehen mit dem Hausherrn des Hotels Felbermayer auch geführte Wanderungen, Ski- oder Mountainbiketouren für Hausgäste auf dem Programm.

Wichtiger Tourismusmotor

Besonders schätzt er dabei die Infrastruktur, die es ermöglicht, der Bergwelt bequem näher zu kommen: „Die Vorarlberger Illwerke sind unter anderem ein wichtiger Tourismusmotor im Montafon, durch den erstmals Aufstiegshilfen gewonnen wurden, die ursprünglich für den Kraftwerksbau geschaffen worden sind und jetzt für die touristische Nutzung adaptiert wurden, wie zum Beispiel die Tafamunt- und Vermuntbahn sowie Silvretta Hochalpenstraße in Partenen, aber auch der Bewegungsberg Golm oder Lünersee. Es konnten so Bereiche erschlossen werden, die sonst nicht so einfach zu erreichen wären.“

Zur Zeit des Kraftwerkbaus Kopswerk II (2004-2008) war Markus Felbermayer mit zwei weiteren Gaschurner Hoteliers im Bereich Tourismus Ansprechpartner für die Illwerke. Ihre Aufgabe war es, für eine gute Kommunikation rund um den Kraftwerksbau hin zu den Gästen zu sorgen. Zudem konnte sichergestellt werden, dass die touristischen Einschränkungen durch die Bauarbeiten in einem erträglichen Maß gehalten wurden. „Es ist gelungen, dass es trotz der Bauarbeiten für Gäste und Einheimische nur geringe Einschränkungen gab. Positiv hervorzuheben sind vor allem die Dokumentationen durch Baustellenfilme oder die Kops-II- und Obervermuntwerk-II-Stammtische, die einen aktiven Austausch zwischen Illwerken und Einheimischen ermöglichten“, sagt Felbermayer.

Markus Felbermayer leitet den Familienbetrieb Hotel Felbermayer in Gaschurn. Säly
Markus Felbermayer leitet den Familienbetrieb Hotel Felbermayer in Gaschurn. Säly

Ein besonderes Highlight, um zu transportieren, was hinter den Bauarbeiten steckt, seien laut Felbermayer zudem die Kraftwerksführungen. Interessierten wird das Anlagenkonzept aus erster Hand und direkt vor Ort nähergebracht. „Es ist wirklich erwähnenswert, dass dieses Erlebnis stets große Bewunderung und Begeisterung bei den Gästen erzeugt. Auch im energie.raum in Partenen wird das Thema Wasserkraft interessant vermittelt“, sagt der Hotelier.

Große Bandbreite

Wie einst früher, als die Illwerke ein wichtiger Indikator waren, um das Montafon von einem Auswanderungsgebiet in ein florierendes Tal zu entwickeln, sieht Markus Felbermayer auch heute noch die Bedeutsamkeit des breitgefächerten Angebots dieses Unternehmens. „Es ist wichtig, dass die Vorarlberger Illwerke nicht nur Strom erzeugen. Ich wünsche mir, dass der Tourismus auch weiterhin einen hohen Stellenwert hat und sich die Vorarlberger Illwerke auch künftig im kulturellen Bereich einbringen“, konstatiert der Hotelier. Das ist ein wichtiger Punkt für den Liebhaber der klassischen Musik, denn neben seinem eigentlichen Job zeichnet der engagierte Hotelier für die organisatorische Leitung der jährlich stattfindenden Montafoner Resonanzen verantwortlich, die unter anderem durch die Vorarlberger Illwerke finanziell unterstützt werden.

„Es ist mir auch ein Anliegen, dass weiterhin der Punkt Ausbildung für junge Einheimische von den Vorarlberger Illwerken im Ausmaß wie bisher forciert wird und sie die Regionalität fördern, zum Beispiel bei bewusstmontafon dabei sind. Vor allem ist es wünschenswert, dass die Eingriffe in die Natur weiterhin behutsam gemacht werden und der Attraktionspunkt Bielerhöhe zügig so umgesetzt wird, wie es angekündigt wurde, etwa die Kunstmeile, Aussichtsplattform oder der Ausbau der Wanderwege und Loipen. Es ist ein großer Luxus, den wir hier haben, und diesen gilt es zu wahren.“ RAL

Markus Felbermayer

geboren am 30. April 1955

Wohnort: Gaschurn

Inhaber Hotel Felbermayer

Familie: verheiratet, drei Töchter, ein Enkelkind

Hobbys: Skitouren, Wandern, Mountainbiken

„Energie für unser Leben“ ist eine redaktionell unabhängige Serie der Vorarlberger Nachrichten mit Unterstützung von Illwerke VKW.