Ungebrochene Jagdleidenschaft

Vorarlberg / 15.12.2019 • 11:00 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Sigi Winsauer: Was er macht, macht er mit Begeisterung.VN/Paulitsch

Was wurde aus . . . Siegfried „Sigi“ Winsauer, Unternehmer und Alt-Stadtrat in Feldkirch?

Ernest Enzelsberger

FELDKIRCH „Irgendetwas muss man tun, denn Nichtstun ist nichts“ und „Leben und leben lassen“, das ist die Lebensphilosophie von Siegfried („Sigi“) Winsauer (82), der als Unternehmer durch 24 Jahre die KWC, die größte Schweizer Armaturenfabrik, in ganz Österreich vertreten hat. Von 1982 bis 1994 war er Obmann des Wirtschaftsbundes in Feldkirch und von 1985 bis 1992 ÖVP-Stadtrat in der Montfortstadt.

„Ich bin nach wie vor ein begeisterter Jäger und Golfspieler“, erzählt Winsauer, der seit 33 Jahren regelmäßig die Kap-Provinz in Südafrika besucht. Die nächste Reise dorthin startet übrigens am 31. Dezember 2019, der Aufenthalt ist bis Ende März 2020 geplant. Früher habe ihn seine Jagdleidenschaft in die ganze Welt geführt, so Winsauer weiter, der auch selbst jedes Jahr rund 70 Liter Schnaps brennt. Er war durch 45 Jahre Mitglied des Landesjagdschutzvereins und zwölf Jahre Bezirksjägermeister in Feldkirch. Besonders stolz ist er auf die Verleihung der Auszeichnung „Goldener Bruch“ durch die Vorarlberger Jägerschaft. Die Jagdprüfung hatte er 1974 abgelegt, 1975 pachtete er seine erste Jagd.
Ein Ort hat es ihm ganz besonders angetan, das von ihm verpachtete Gasthaus Eibe in St. Corneli. Das Anwesen, das seit 1664 besteht, hat er 1988 gekauft und mit einer größeren Investition vor dem Verfall gerettet.

Absolventenverein

Der Absolvent der HTL Bregenz, Abteilung für Maschinenbau, ist zudem seit vielen Jahrzehnten Mitglied des dortigen Absolventenvereins und wurde bereits für seine 60-jährige Mitgliedschaft geehrt.

Alle seine Unternehmungen machte er mit Begeisterung, gleichgültig ob beruflich oder privat. In jungen Jahren sang er bei der Feldkircher Liedertafel und war dort auch für drei Jahre Obmann. Für seine 22-jährige Mitgliedschaft wurde er mit dem Goldenen Ehrenzeichen ausgezeichnet.

Im Jahre 2002 verlieh ihm der Vorarlberger Blasmusikverband das Ehrenzeichen für besondere Verdienste um das Vorarlberger Blasmusikwesen. 32 Jahre stand er der Raiffeisenbank Feldkirch als Funktionär zur Verfügung und wurde auch dort für sein Engagement geehrt.

Als Stadtrat hatte er die Agenden Planung, Wirtschaft und Landwirtschaft sowie städtische Unternehmungen. „Ich war der Erste, der die Vorbereitungen für die Verkehrsbefreiung der Marktgasse traf. Auch die Schattenburg habe ich damals verpachtet“, erinnert sich Winsauer.

Ganze 14 Sommer lang bewirtschaftete er zudem verschiedene Alpen in Ebnit und Damüls.

Geboren wurde Sigi Winsauer in Dornbirn-Gütle. Nach der Pflichtschule und seinem HTL-Abschluss in Bregenz 1956 sowie der Ableistung des Präsenzdienstes beim Bundesheer war er bei der Firma Gebrüder Ulmer tätig, ehe er als Vertreter der Schweizer KWC mit der eigenen Firma KWC-Armaturen für ganz Österreich selbstständig wurde. Dort betreute er allein 90 Großkunden und baute eine Betriebshalle in Tosters.

Zur Person

Siegfried Winsauer

Geboren 1937 in Dornbirn-Gütle

Ausbildung Pflichtschule, HTL Bregenz für Maschinenbau, Abschluss 1956

Beruflicher Werdegang Bundesheer, Eintritt bei Gebrüder Ulmer, 1967 Selbstständigkeit mit der Firma KWC-Armaturen

Familie verheiratet, drei Töchter, sechs Enkel, sieben Urenkel