So sieht nachhaltige Nepalhilfe aus

Vorarlberg / 01.01.2020 • 20:00 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Wolfgang Bartl engagiert sich für Kinder in Nepal.<span class="copyright"> Privat</span>
Wolfgang Bartl engagiert sich für Kinder in Nepal. Privat

„Let the children walk“ baute Haus, startete Nähkurs und half Buben auf die Beine.

NÜZIDERS Mit einer ganzen Reihe an positiven Eindrücken und erfreulichen Entwicklungen kehrte Wolfgang Bartl vor wenigen Tagen von einer weiteren seiner Nepalreisen zurück. Mit der kleinen Organisation „Let the children walk“ ist der Nüziger seit zehn Jahren ehrenamtlich in Südasien engagiert. Direkte Hilfestellung vor Ort steht dabei im Mittelpunkt der Bemühungen des 55-Jährigen, der sich gemeinsam mit sieben Freunden hier engagiert.

Im Laufe seiner bisherigen Tätigkeit wurden neben der Unterstützung eines Krankenhauses auch eine Nähschule eingerichtet sowie Schulmöbel und -kleidung angeschafft. Neben Projekten, die der gesamten Region um das Bergdorf Gumbadanda zugutekommen, engagiert sich die Hilfsorganisation im Bedarfsfall aber auch für einzelne Kinder und Familien. So geschehen in diesem Jahr. Vor Kurzem konnte einer Familie ein neues Haus in Hetaura südlich der Hauptstadt Kathmandu übergeben werden. Bei einer seiner letzten Reisen hatte Bartl die Familie im Spital kennengelernt. „Die beiden schwerstbehinderten Kinder der Familie mussten von der Mutter in Käfigen eingesperrt werden, damit sie sich nicht verletzen, während sie unterwegs ist“, schildert Bartl. „Im neuen Haus haben die Kinder nun ihr eigenes Zimmer samt einer begehbaren Dachterrasse mit einem extra hohen Geländer“, freut er sich, dass für diese Familie nun ein neuer positiver Lebensabschnitt beginnt.

Zudem wurde die Organisation kürzlich neuerlich ihrem Namen, die Kinder zum Laufen zu bringen, gerecht. Zwei Buben mit schweren Krankheiten konnte sprichwörtlich auf die Beine geholfen werden. „Nach einigen von uns finanzierten Operationen können sie nun laufen und die beiden konnten ins Waisenhaus aufgenommen werden“, so Bartl.

„Auch ein neuer Nähturnus, der inzwischen fünfte, konnte im Herbst in unserer Nähschule gestartet werden“, kann der Nepal-Fan erfreut berichten. Acht Nähmaschinen wurden persönlich aus Kathmandu mitgebracht, aufgestellt und die neuen Schülerinnen begrüßt. Die Ausbildung dauert neun Monate. Danach bekommt jedes der acht Mädchen die Nähmaschine geschenkt und kann zu Hause damit einen Zuverdienst ausüben. „Die Nähschule läuft bis heute fast selbstständig“, freut sich der Oberländer.

Zukunftspläne

„Wenn man in der Gemeinde mitlebt, bekommt man immer wieder etwas mit und erkennt Probleme. Darum kommen wir ständig mit neuen Ideen und Herausforderungen von Nepal zurück“, so Bartl, der die nächste Nepalreise im Frühjahr bereits im Auge hat.

Wer mehr über die Hilfsorganisation „Let the children walk“ erfahren möchte, kann sich über Facebook (www.facebook.com/letthechildrenwalk/) über die neuesten Projekte und Veranstaltungen informieren.