Meiningen investiert in Kinder

Vorarlberg / 09.01.2020 • 17:30 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Die Erweiterung der Volksschule Meiningen wird rund sechs Millionen Euro kosten, das Land übernimmt die Hälfte. 24GRAMM ARCHITEKTEN

Ausgaben im Bildungsbereich steigen weiter. VS-Erweiterung wird 2020 angegangen.

Gernot Schweigkofler

Meiningen 2020 stehen die jungen Meininger voll im Fokus der Gemeinde, wie ein Blick auf das knapp vor Weihnachten abgesegnete Budget für das heurige Jahr zeigt. Bei einer Budgetsumme von 5,136 Millionen Euro fließen nämlich 1,5 Millionen Euro in die Bildungseinrichtungen. „Kein Kostenfaktor ist in den letzten Jahren derart angestiegen, wie der Bereich der Bildung und Betreuung von Kindern und Jugendlichen“, erklärt Bürgermeister Thomas Pinter. 700.000 Euro der Aufwendungen in diesem Bereich erhält die Gemeinde vom Land Vorarlberg in Form von Zuschüssen und Förderungen.

Millionen-Projekt Volksschule

Auch bei den Investitionen geht es in erster Linie um die Kinder. Denn in Meiningen wird, wie berichtet, die Volksschule um acht Klassen erweitert. 2020 könnte eventuell der Baustart erfolgen, im Budget der Gemeinde ist dafür eine Million Euro vorgesehen. Insgesamt werden in den Schulneubau sechs Millionen Euro investiert, wobei das Land die Hälfte der Kosten trägt. Im Neubau ist auch ein Musikprobelokal vorgesehen. Bereits in den letzten Jahren hat man in Meiningen einiges in den Bereich Bildung und Kinder investiert, so etwa in die Kleinkindbetreuung oder den Kindergarten.

Neben der Volksschule werden in Meiningen in die Überarbeitung des räumlichen Entwicklungskonzepts und die Entwicklung des Dorfzentrums 120.000 Euro investiert. Dazu kommen 230.000 Euro, die für Kanal- und Straßenbauarbeiten vorgesehen sind. Insgesamt werden 1,35 Millionen Euro investiert, rechnet Vizebürgermeister Heribert Zöhrer vor: „Der Voranschlag berücksichtigt eine solide und nachhaltige Entwicklung der Gemeinde“, ist er überzeugt.

Keine Neuverschuldung

Die Investitionen führen dazu, dass die Aufwendungen der Gemeinde mit 5,136 Millionen Euro um über 500.000 Euro über den geplanten Einnahmen liegen werden. Die Diskrepanz werde aus der Haushaltsrücklage entnommen, erklärt Zöhrer. Neue Kredite müssen nicht aufgenommen werden, die Gemeinde hat knapp zwei Millionen Euro an Rücklagen gebildet.  Eine Fremdfinanzierung wird erst in der letzten Bauphase der Schule notwendig. Der Schuldenstand  wird sich Ende 2020 bei etwa 1,8 Millionen Euro bewegen, das sind rund 800 Euro je Meininger Bürger.