Langen verändert Gemeindezentrum nachhaltig

Vorarlberg / 10.01.2020 • 12:15 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Vernetzt werden Abt-Pfanner-Haus und das Haus mit elf Wohnungen für betreutes Wohnen, das gegenüber dem Sozialzentrum errichtet wird.

Betreutes Wohnen ist im Entstehen – zweiter Anlauf für Einkaufen und Wohnen.

Langen b. Bregenz Mit einem ambitionierten Konzept krempelt Langen das Dorfzentrum nachhaltig um – dafür wurde in einer ersten Etappe das Sozialzentrum Abt-Pfanner-Haus modernisiert und erweitert und im Umfeld des Hauses die Neuregelung der Verkehrs- und Parksituation eingeleitet. Das im Herbst 2019 eröffnete Sozialzentrum erhielt eine Tiefgarage und gleichzeitig wurden im Vorfeld Parkplätze geschaffen, um den Kirchplatz und den Bereich vor der Schule autofrei zu machen.

Ergänzung für Pfanner-Haus

Während die Arbeiten beim Abt-Pfanner-Haus in die Endphase gingen, wurde bereits mit dem ergänzenden Projekt begonnen: Vor dem Sozialzentrum wird ein Haus für betreutes Wohnen mit elf Wohnungen errichtet, um Synergien zu nutzen und den Spielraum für die Betreuung alter und/oder pflegebedürftiger Menschen zu erweitern. Derzeit, so Bürgermeister Josef Kirchmann und „Bauleiter“ Hans Kogler, werden vor allem im Bereich des Altbestands um die Kapelle letzte Baumaßnahmen gesetzt und im Frühjahr soll das gesamte Vorhaben abgeschlossen sein.
Nicht nur an die ältere Generation wurde bei den laufenden Projekten gedacht, für die Jugend gibt es einen weitgehend fertiggestellten Sport- und Spielplatz. Dafür wurde das Gelände zwischen Landesstraße und Abt-Pfanner-Haus genützt.

Im Vorfeld des Sozialzentrums und des betreuten Wohnens wurden ein Parkplatz sowie ein Sport- und Spielfeld installiert.
Im Vorfeld des Sozialzentrums und des betreuten Wohnens wurden ein Parkplatz sowie ein Sport- und Spielfeld installiert.

Betreutes Wohnen ist nicht das einzige Angebot für Wohnungssuchende, denn auf dem Areal zwischen Landesstraße und Gemeindeamt/Treffpunkt wird ein Projekt realisiert, das einerseits die Nahversorgung nachhaltig sicherstellen wird und gleichzeitig Wohnraum schafft. „Eigentlich“, so Bürgermeister Josef Kirchmann, „hätte bei diesem privaten Projekt bereits mit dem Bau begonnen werden sollen, aber der erste Entwurf des Bauwerbers entsprach nicht unseren Vorstellungen.“ Der zweite Anlauf hat die zuständigen Gremien überzeugt und der Umsetzung steht nichts mehr im Weg, so das Gemeindeoberhaupt, das davon ausgeht, das wichtige Zentrumsprojekt in Kürze angehen zu können. „Wir sind dabei“, so Kirchmann, „letzte Details abzuklären.“

Gemeinde ist mit im Boot

Finanziert wird das Projekt von einem privaten Investor, der neben 16 Wohnungen auch Geschäftslokale errichtet. Diese übernimmt die Gemeinde und stellt sie SPAR sowie der Bäckerei Mangold zur Verfügung, „damit wir die für die Gemeinde so wichtige Nahversorgung nachhaltig sicherstellen können.“

Untrennbar mit dem Projekt Nahversorgung ist eine umfassende Verkehrslösung verbunden. „Wir müssen hier zum einen ausreichend Parkplätze schaffen und gleichzeitig eine funktionierende Anbindung an die L 2 entwickeln“, so der Gemeindechef im Gespräch mit den VN. Dazu wird mit dem Land unter Beiziehung von externen Experten an einem Konzept geplant, das sowohl die Sicherheit der Fußgänger an der L 2 als auch eine Umgestaltung der Bushaltestellen berücksichtigt. „Es gibt dazu mehrere Varianten und ich bin zuversichtlich, bis in etwa einem halben Jahr die optimale Lösung zu finden.“