Die Zukunft des Palais Liechtenstein in neuer Hand

Vorarlberg / 30.01.2020 • 12:00 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Die Planungen zur Nachnutzung des Palais Liechtenstein sind in Arbeit.<span class="copyright"> Brandt</span>
Die Planungen zur Nachnutzung des Palais Liechtenstein sind in Arbeit. Brandt

Stadtkultur und Kommunikation GmbH entwickelt Palais Liechtenstein. Altes Hallenbad und Montforthaus werden ausgegliedert.

Gernot Schweigkofler

feldkirch Die Stadtkultur und Kommunikation Feldkirch GmbH (SKF), im Volksmund bis heute vor allem als Stadtmarketing bekannt, wird derzeit neu ausgerichtet. In den letzten Jahren hat sich die städtische Einrichtung stark mit der Ausrichtung und Positionierung des Montforthauses sowie des Alten Hallenbads beschäftigt. Dieser Prozess sei jetzt abgeschlossen, erklärt SKF-Geschäftsführer Edgar Eller im Gespräch mit der VN-Heimat. Montforthaus und Altes Hallenbad sollen im Laufe des Jahres ausgegliedert werden. Für die neu zu gründende GmbH wird derzeit ein Geschäftsführer gesucht.

Planung für Palais Liechtenstein

Die SKF hat indes bereits ein neues großes Thema übernommen. Es geht um die Nachnutzung des Palais Liechtenstein. Im Jubiläumsjahr 2018 fand hier die 800-Jahr-Ausstellung der Stadt statt. Aufgrund des Erfolgs wurde diese auch noch 2019 gezeigt. Mittlerweile sind die Ausstellungsstücke aber abgebaut und es geht darum, eine Nachnutzung für das Palais zu finden. „Schon bei der Planung der Ausstellung, die ca. ab 2016 lief, war klar, dass man auch über eine sinnvolle Nachnutzung nachdenken muss“, erklärt Eller. Vor der Ausstellung befanden sich städtische Einrichtungen, wie etwa die SKF, Teile der Kulturabteilung oder auch der Tourismuscounter, im Gebäude. Klar ist, mit welchen Themen man sich zukünftig im Palais beschäftigen will. „Die Themen des 800-Jahr-Jubiläums, also der Humanismus oder auch ein gelingendes Leben, sollen hier eine Heimat finden“, so Eller. Temporäre Formate, die im Rahmen der Zwischentöne oder der Potentiale aufgegriffen wurden, sollen hier dauerhaft angesiedelt werden. Die SKF hat deshalb den Auftrag erhalten, das Palais Liechtenstein zu „entwickeln“ und zu betreiben. „Wir befinden uns aktuell in der Konzeptionsphase“, erzählt der SKF-Geschäftsführer. Tief in die Karten möchte sich Eller aber noch nicht blicken lassen, dazu sei es noch zu früh. Mit Jahresende soll aber die Zielrichtung festgezurrt sein. Bis dahin werde man auch verschiedene Nutzungen in kleineren Veranstaltungen ausprobieren. Wenn die Lösung dann gefunden ist, könnten nochmals Umbauten anstehen, das hänge aber von der Nutzung an. Eines ist für Eller klar: „Die Stadt braucht keinen weiteren Veranstaltungsort zur Vermietung.“

Die Zukunft des Dachausstieges ist noch nicht fixiert. <span class="copyright">Stadt Feldkirch</span>
Die Zukunft des Dachausstieges ist noch nicht fixiert. Stadt Feldkirch

Fix ist jedenfalls, dass die Stadtbibliothek weiter im Palais beheimatet bleibt. Zudem soll im Keller eine Möglichkeit geschaffen werden, die umfangreiche Humanistenbibliothek der Stadt sichtbar zu machen. Offen ist noch, was mit dem Dachausstieg passieren wird. Der kann, so wie er errichtet wurde, abgetragen werden oder langfristig bleiben. Sollte er erhalten werden, müsste, wie Stadtbaumeister Gabor Mödlagl mitteilt, die provisorische Gewichtsabtragung in die Fassaden und Wände abgeleitet und die Oberflächen wetterfest gemacht werden.