KPV hadert mit hohen Personalkosten

Vorarlberg / 25.08.2020 • 10:30 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
In der Zentrale des Krankenpflegevereins Lustenau rechnet man genau nach und erhofft sich Hilfe vom Land Vorarlberg.<span class="copyright">mima</span>
In der Zentrale des Krankenpflegevereins Lustenau rechnet man genau nach und erhofft sich Hilfe vom Land Vorarlberg.mima

Krankenpflegeverein Lustenau zog Bilanz aus 2019.

Lustenau Nachdem die Jahreshauptversammlung des Krankenpflegevereins Lustenau in diesem Jahr wegen der Coronakrise nicht durchgeführt werden kann, präsentiert der Vereinsvorstand die Leistungsbilanz des vergangenen Jahres.
Aktuell zählt der Krankenpflegeverein Lustenau 3490 Mitglieder, wovon im vergangenen Jahr 417 Klienten durch 17 Mitarbeiterinnen und einen Mitarbeiter betreut wurden. Dies ergibt einen Aufwand von 16.566 Arbeitsstunden, was ein Plus von 1417 im Vergleich zum Jahr 2018 bedeutet.

Um zu den betreuten Klienten zu gelangen, wurden 36.615 Kilometer zurückgelegt (ein Plus von 4439 Kilometern im Vergleich zum Vorjahr). Hierzu stehen den KPV-Mitarbeitern fünf Vereins-Pkw sowie ein E-Bike zur Verfügung, wobei ein Großteil des Personals die Privatfahrzeuge benutzt.

Gestiegene Personalkosten

Aufgrund der erhöhten Nachfrage verzeichnet der Krankenpflegeverein auch eine deutliche Steigerung der Personalkosten. Diese sind dabei im Vergleich zu 2018 um 9,2 Prozent auf rund 738.887,02 Euro gestiegen und machen fast 90 Prozent der Gesamtausgaben aus. Auf der Gegenseite sind die Beiträge aus dem Sozialfonds gerade mal um 4,2 Prozent gestiegen und somit schließt der Verein das Jahr 2019 mit einem Abgang von 17.575,33 Euro ab.

Trotz weiterer Einnahmen wie den Selbstbehalten der Patienten, Förderungen der Krankenkasse und Mitgliedsbeiträgen sowie Spenden bedeutet dies eine deutliche Steigerung im Vergleich zum Vorjahr. Die Vereinsverantwortlichen fordern daher vom Land Vorarlberg ein Konzept, damit angesichts der zu erwartenden demografischen Entwicklung die Förderungsrichtlinien derart flexibel gestaltet werden, dass die Hauskrankenpflege in die Lage versetzt wird, auch bei steigender Nachfrage und steigenden Personalkosten zumindest ausgeglichen zu bilanzieren. mima

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