Faschinastraße: Fünf auf einen Streich

Vorarlberg / 18.09.2020 • 12:26 Uhr / 5 Minuten Lesezeit
Die Faschinastraße wird derzeit auf rund 600 Meter Länge generalsaniert. <span class="copyright">VN/JS</span>
Die Faschinastraße wird derzeit auf rund 600 Meter Länge generalsaniert. VN/JS

Ausbau der Faschinastraße in Thüringen läuft auf Hochtouren.

thüringen Mit einer Woche Verzögerung waren Anfang Mai die Bagger auf der Faschinastraße in Thüringen aufgefahren. Wie mehrfach in den VN berichtet kommt es dabei zum Vollausbau eines rund 850 Meter langen Straßenabschnitts. Neben der Errichtung eines neuen Gehsteigs wird zudem die Straßenbeleuchtung erneuert. Des Weiteren kommt es zur Verlegung diverser Leitungen sowie zur Erneuerung der Straßenentwässerung.

20 Mann im Einsatz

Die Arbeiten werden unter einer Totalsperre durchgeführt. Berechtigter Weise, denn das Baulos hat das Prädikat Großbaustelle mehr als verdient. „Derzeit sind fünf Partien mit rund 20 Mann an fünf Orten parallel beschäftigt“, informiert Baumanager Thomas Fitz, vom Landesstraßenbauamt, dass es für die Straßenbauer sehr viel zu tun gibt.

„Von den geplanten 850 Metern Ausbaulänge sind momentan rund 600 Meter in Bau“, weiß Fitz zudem. Während eine Partie mit Sicherungs- und Ankerarbeiten beschäftigt ist, arbeitet eine weitere an der Verlegung von Leitungen bzw. der Erneuerung der Straßenentwässerung. Gleich zwei Partien widmen sich der Errichtung zweier Stützmauern. Die Fünfte stellt das Verblendmauerwerk her.

Bald wird asphaltiert

„Durch die Längsneigung und die schmale Fahrbahnbreite sowie die Aufrechterhaltung der Zufahrten für die Anwohner gestalten sich die Arbeiten sehr schwierig“, gesteht der Baumanager. Auch die Koordination der über den gesamten Baubereich verteilten Arbeiten bzw. Partien, die mit Baumaterial versorgt werden müsse, stellt die Straßenbauer vor enorme Herausforderungen.
Dennoch zeigt sich der Bauleiter mit dem bisherigen Bauverlauf zufrieden. Noch im September wird der erste Bereich asphaltiert; Mitte Oktober und Ende November ist die Asphaltierung der nächsten Abschnitte geplant.

Verkehr rollt ab November

Was die Einhaltung des Bauzeitplans anbelangt gibt sich der Baumanager vorsichtig optimistisch: „Solange die Lieferkette des Baumaterials besteht und es keine Coronainfektion beim Baustellenpersonal gibt, sollte es keine Auswirkungen auf die Baustelle geben.“ Dennoch sei der Zeitplan eine enger, räumt er ein. Heuer wird soweit gebaut, dass voraussichtlich mit Ende November die Verkehrsfreigabe auf der Faschinastraße erfolgen kann.

Rund sechs Millionen Euro

Kritisch werde es im nächsten Jahr. „Wenn das für heuer geplante bauliche Ziel nicht erreicht wird, müssen diese Arbeiten im nächsten Jahr zusätzlich umgesetzt werden“, so Fritz. Unmittelbar nach dem Winter sollen die Arbeiten dann wieder aufgenommen werden. Wann genau, kann Fritz noch nicht sagen. „Der Termin für die Totalsperre ist noch nicht fixiert, aber sicher nicht vor dem 19. April 2021.“
Bis zum Herbst 2021 soll das Großprojekt, dessen Kosten sich auf knapp sechs Millionen Euro belaufen, abgeschlossen sein und die neue Straße für den Verkehr freigegeben werden.

Bitte um Verständnis

großes walsertal Auf Grund der Vollsperre der Faschinastraße und somit einer der beiden Hauptverbindungen ins Große Walsertal ist mangels Alternativen eine großräumige Umleitung des gesamten Verkehrs über Raggal bzw. Satteins erforderlich. Die einzige Verbindung zwischen Quadern und Thüringen Dorf ist somit die Schnifnerstraße (L 75).

Um zu gewährleisten, dass der Linienbus die Haltestellen planmäßig anfahren kann, wurde im Kreuzungsbereich Weiherweg/Schnifnerstraße eine Schrankenanlage installiert, welche nur von ausgewählten Berechtigten bedient werden kann. In der Zeit von 21 bis 6 Uhr ist die Schranke geöffnet und somit die L 75 in der Nacht für Fahrzeuge unter 3,5 Tonnen passierbar. „Die großräumige Umleitung funktioniert. Natürlich führt der erhöhte Zeitaufwand durch die Umleitung, speziell für die Verbindung im Nahbereich der Baustelle zu gewisser Kritik in der Bevölkerung. Hier können wir nur um Verständnis bitten“, heißt es seitens des Landesstraßenbauamts. VN-JS

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