Rankweiler Advent dieses Jahr ohne Benefiz-Fixpunkt

Vorarlberg / 03.11.2020 • 15:12 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Michael Mathis (Altes Kino), Bernhard Weber, Gebhard Mathis (Präsident Vlbg. Krebshilfe), Reinhold Bilgeri, Claudio Herburger (Altes Kino) und Armin Wille (Altes Kino).<span class="copyright">EGle</span>
Michael Mathis (Altes Kino), Bernhard Weber, Gebhard Mathis (Präsident Vlbg. Krebshilfe), Reinhold Bilgeri, Claudio Herburger (Altes Kino) und Armin Wille (Altes Kino).EGle

Konzert zugunsten Krebshilfe Vorarlberg kann nicht stattfinden.

Rankweil Was eigentlich aus einer spontanen Idee heraus entstanden ist, hat sich in den vergangenen 20 Jahren zu einem Fixpunkt und Höhepunkt der Vorweihnachtszeit in Rankweil etabliert. Jedes Jahr engagieren sich verschiedene Musik- und Rockgrößen wie etwa Reinhold Bilgeri, Michael Köhlmeier oder Bernie Weber auf der Bühne des Alten Kinos in einer ganz speziellen Atmosphäre für den guten Zweck, genauer gesagt für die Vorarlberger Krebshilfe. Für die karitative Organisation, für die Musiker, das Team des Alten Kinos, aber auch und vor allem für das Publikum ist das Konzert – eigentlich sind es sogar drei an der Zahl – so etwas wie der Startschuss für die Weihnachtsfeiertage.

Pause soll nicht das Ende sein

Dieses Jahr ist aber alles anders, und schweren Herzens mussten Veranstalter und Musiker frühzeitig einsehen, dass heuer wegen der Pandemie kein Benefizkonzert möglich ist. Anfangs wurde noch überlegt, sich eine andere Location zu suchen, was zwar möglich gewesen wäre, aber man fürchtete, dass ohne das Flair im Alten Kino das Konzert einfach etwas anderes geworden wäre. „Durch die verschärften Bestimmungen hinsichtlich von Veranstaltungen wäre es aber so oder unmöglich geworden“, betonen Armin Wille, Claudio Herburger und Michael Mathis vom Alten Kino. Auch den Musikern Reinhold Bilgeri und Bernie Weber wird etwas fehlen: „Teilweise stehen die Besucher bereits seit Jahren an der gleichen Stelle, das war schon fast wie eine Familienveranstaltung.“ Der schwerste Schlag ist es aber vor allem für die Krebshilfe, wie Präsident Gebhard Mathis erklärt: „Die Konzerte machen etwa zehn Prozent unseres Jahresbudgets aus, das Geld wird uns schmerzlich fehlen.“ Immerhin sind sich alle einig, dass – sobald es wieder möglich ist – die Konzerte weitergehen sollen: „Für 2020 müssen wir aussetzen, aber wir betrachten das nicht als das Ende der Benefizreihe.“
Für die treuen Zuschauer und im Sinne der Krebshilfe gibt es immerhin noch eine kleine Hoffnung, dieses Jahr nicht komplett um Musik und Spenden umzufallen. Im Hintergrund laufen Vorbereitungen für ein Event auf Online-Basis. Bevor dies aber fixiert werden kann, müssen diverse rechtliche und technische Aspekte abgeklärt werden. Dann gibt es vielleicht doch noch ein Konzert für den guten Zweck – auf andere Art. CEG

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